Chiang Mai bis Luang Prabang: von Elefanten, Shakes und viiiiiiel Bootfahren

Einleitung und Kurzversion

So, jetzt sind wir euch schon wieder seit einiger Zeit einen Beitrag schuldig… Das wichtigste mal zuerst: Uns geht’s gut (die Bettwanzen konnten uns anscheinend nichts anhaben), das Reisen gefällt uns immer noch, und warm ist es auch 😉 Wer nur das wissen wollte, kann jetzt also aufhören zu lesen und unten Bildchen gucken; für alle anderen gibt’s jetzt noch ein bißchen mehr Infos:

Langversion die erste – unsere Tage in Chiang Mai (Stichwörter für Interessierte: Trekking, Kochkurs, Elefanten, Thaimassage und Fotoprobleme)

Nachdem wir den Bettwanzen-Beseitigungs-Tag hinter uns gebracht hatten, ging’s in Chiang Mai mit allen möglichen Aktivitäten weiter: Zunächst war ein Tag Trekking angesagt. Wir hatten uns für die “Walk only”-Variante entschieden, da alle anderen Angebote sehr nach “Raften, Dörfer besuchen und dazwischen ein bißchen spazieren” klangen… und viiiiiiel Bergsteigen über mitunter recht spannendes Gelände haben wir dann auch bekommen (und jap, wir sind wohl auch nicht die allertrainiertesten unter den Wanderern, aber auch die Leute mit besserer Kondi in unserer Gruppe haben teilweise sehr geschnauft ;))! Die Mühe hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, die Landschaft war wunderschön und das Schwimmen im Wasserfall extrem erfrischend ;)).

Um unsere müden Beine zu entlasten, hatten wir an “Aktiv-Tag” Nummer 2 dann einen Kochkurs gebucht. Auf einer sehr hübschen Farm (nach Möglichkeit werden alle Zutaten für das Essen direkt hier angebaut) mit dem weltweit wohl schönsten Klo (Beweise folgen! ;)) lernten wir inmitten einer sehr netten Gruppe von unserem äußerst lustigen und motivierten Kochlehrer Sammy die Zubereitung verschiedenster Gerichte: Frühlungsrolle, Papayasalat (sehr scharf!), Tom Yam (scharfe Suppe mit oder ohne Garnelen), Pad Tai (das thailändische Äquivalent zu Spaghetti Bolognese), verschiedenste Currys sowie Nachspeisen wie Sticky Rice mit Mango. Entgegen anfänglicher Skepsis seinerseits hat Didi sämtliche Aufgaben (mit Ausnahme eines kleinen Malheurs beim Aufschlagen des Eis fürs Pad Tai, das sich größtenteils eher neben als im Wok wiederfand) bravourös gemeistert, sodass wir am Ende komplett vollgegessen und glücklich wieder zurück ins Hostel kamen…

Wie bereits angedeutet, gibt es weiterhin Probleme mit der Übertragung der Fotos von Danis Kamera aufs Tablet (und ja, ein Internetcafé mit einem Computer mit SD-Kartenslot ist in diesem Teil der Welt anscheinend gleich schwer zu finden wie ein mobiler SD-Kartenleser… also falls irgendwer noch andere Übertragungsideen hat, immer her damit ;)). Am nächsten – aktivitäten-losen – Tag konnten wir dank einer MicroSD aber zumindest eine Lösung für die zukünftigen Fotos finden 🙂 Ansonsten war dieser Tag einzig und allein dem Müßiggang gewidmet, nur Dani wurde insofern aktiv, als sie sich zum Massage-Studio direkt neben dem Hostel begeben hat, um sich massieren zu lassen 🙂

Am nächsten Tag hieß es dann aber wieder früh aufstehen: Wir hatten einen Aufenthalt in einem Elefanten-Betreuungszentrum gebucht – im Nachhinein leider eine etwas zwiespältige Angelegenheit. In Thailand wurden sogenannte “Elefantenshows” sowie die Nutzung der Tiere zu Arbeitszwecken vor einigen Jahren verboten, was dazu geführt hat, dass viele der Tiere arbeits- und – da ihre Haltung mit 200 kg Futter pro Tag alles andere als billig ist – häufig auch obdachlos wurden. “Unterschlupf” fanden sie dann vor allem in derartigen Betreuungscamps, in denen die Elefanten “auch ohne Zirkuskunststückchen” Touristen anlocken (sollen), um das Ganze zu finanzieren. Zu diesem Zwecke werden häufig Elefantenritte angeboten; soweit wir dem Internet entnehmen konnten, schadet aber auch das Reiten den Tieren nicht (zumindest wenn dafür ein Holzsattel verwendet wird und mehr als 3 Leute transportiert werden). Wir hatten uns also ganz bewusst für einen Aufenthalt ohne Reiten und “nur” mit Betreuen, Füttern und Baden der Elefanten entschieden. Der Tag selbst war auch wirklich schön; schon alleine die Tiere anzufassen, zu füttern und zu sehen, wie groß selbst die Elefantenbabys schon sind (siehe Bilder) ist absolut beeindruckend (zumindest aus Danis Sicht)! Leider haben wir erst im Nachhinein erfahren, dass die Organisation, die wir besucht hatten, noch ein zweites Camp betreibt, in dem die Elefanten durchaus geritten werden können (zwar ohne Sattel, aber es wird trotzdem damit geworben), wodurch unser gutes Gefühl im Nachhinein etwas getrübt wurde. Ob und wie sehr das Reiten den Elefanten nun tatsächlich schadet, ist für uns im Grunde nicht beurteilbar – den Elefanten, die wir pflegen durften, schien es jedenfalls gut zu gehen, und besser als in Zirkusshows ist ihre Situation sicher allemal -, schade finden wir nur, dass uns hier beim Bewerben des Ausflugs und auch während des Tages im Camp, als wir nach der Situation der Elefanten gefragt haben, wohl ganz bewusst verschwiegen wurde,  was in dem anderen Camp passiert. Also, falls jemand auch mal so einen Ausflug machen möchte (und es ist wirklich ein sehr schönes Erlebnis!), vorsichtshalber nachfragen, ob die “Politik” der Organisation für alle Aktivitäten und nicht nur für dieses bestimmte Package gilt…

So, jetzt aber genug der moralischen Überlegungen… neben unseren schönen Momenten mit den Elefanten und Reisetipps für Argentinien hat uns der Tag bei den Riesen vor allem auch einen gewaltigen Sonnenbrand eingebracht (wir hatten die Sonnencreme zu Hause vergessen…) – und dank der schicken Mahout-Kleidung (siehe Bilder) auch in einem durchaus hübschen Dreiecksmuster. Wir waren jedenfalls froh, dass wir uns am nächsten Tag während unseres Massagekurses im Inneren aufhalten durften. Der Kurs war sehr interessant und dank der kleinen Gruppengröße (wir waren die einzigen ;)) auch sehr intensiv, was wir am darauffolgenden Tag am Muskelkater gemerkt haben…

Langversion Teil 2 – Reise über die Grenze nach Luang Prabang (Stichwörter: ääääähm… Boot. Und Grenze. Und noch mehr Boot.)

Vergangenen Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von dem gemütlichen und äußerst Backpacker-freundlichen (mancherorts gibt es dort wesentlich mehr Europäer als Einheimische) Chiang Mai und unseren sehr lieben Gastgebern (aka Hostelbetreibern) Sid und Irin, bei denen wir uns wirklich sehr wohl gefühlt haben. Zum Abschied gab’s von Irin auch gleich eine Umarmung und von uns das Versprechen, beim nächsten Thailand-Aufenthalt wieder bei ihnen vorbeizuschauen (alternativ dazu: Klemi schicken). Also falls jemand von euch nach Chiang Mai kommt und ein paar Bettwanzen (die zumindest bei uns keine Beschwerden verursacht haben…) nicht scheut, dem können wir ein sehr gastfreundliches Hostel empfehlen 😉

Von Chiang Mai ging’s dann in einem komplett überfüllten Minivan ca. 6 Stunden gen Nordosten Richtung laotische Grenze. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim blütenweissen Wat Rong Khun (endlich ein Tempel, den auch wir von den anderen unterscheiden können…) und dem obligatorischen, etwas längeren “Kauft doch was”-Intermezzo bei mutmaßlichen Bekannten des Fahrers kamen wir gegen 18 Uhr etwas müde im Grenzdorf Chiang Khong an. Nach einer kurzen Chipskostprobe (siehe Foto – eine Packung mit Sushi-Geschmack und eine mit wir haben keine Ahnung was, aber scharf…) und genießbarem Abendessen waren wir dann zum Glück auch so erledigt, dass uns weder die Mücken noch die ultradünnen Zimmertrennwände den Schlaf rauben konnten.

Der Grenzübergang nach Huay Xai war äußerst unkompliziert, dafür ging’s danach mit Warten los: im Tuktuk hinter der Grenze, im Geschäft des Bootbetreibers (Zentrale), im Geschäft des Bootbetreibers (Außenstelle), und schließlich im Boot selbst… Einige unserer “Mitfahrer” dürften die Wartezeit mit Alkoholtrinken und noch mehr Alkohol organisieren überbrückt haben, weswegen bei der Abfahrt um 12 schon recht ausgelassene Stimmung herrschte… Entgegen unserer Befürchtungen hielt sich das Ganze aber in Grenzen und wir konnten die erste 8-stündige Teilstrecke den Mekong hinunter durchaus genießen. Nach einem netten Abendessen mit unseren Schweizer Mitreisenden (die gleich alt waren und mit Oldtimern und Segeln auch dieselben Hobbys hatten wie Danis Eltern ;)) und einer kurzen Nacht in Pak Beng ging’s am nächsten Morgen zurück aufs Boot für die nächsten 8 Stunden Mekong (und für einige unserer Mitreisenden für die nächsten paar Flaschen Whisky), von denen wir etwa die Hälfte der Zeit mit brasilianischen und isländischen Mitreisenden Karten (“6 nimmt”, eine Neuauflage von Hornochse – danke an dieser Stelle an die Schenker Len, Seepferd, Ille und Steff) gespielt haben.

Nach einem Balanceakt inklusive Gepäck über eine schmale Holzplanke hatten wir schließlich in Luang Prabang wieder festen Boden unter den Füßen. Details gibt’s dann im nächsten Beitrag, aber momentan wissen wir: unser Hostel (Khounsavan Guesthouse) ist sehr nett (ständig gibt es Gratis-Getränke :)), die Stadt entspannt, das Bier OK (Beerlao) und die Fruchtshakes extremst lecker (sorry Papa…). Also, was will man mehr?

Eine Zusammenfassung oder auch: unsere neuen Fähigkeiten 

Ihr seht, in den letzten Tagen haben wir viel Neues gesehen und vor allem gelernt. Nach unserer Rückkehr nach Österreich könnt ihr also die folgenden Kurse bei uns besuchen (das hilft dann auch unserer Post-Reisekassa):

  • thailändischer Kochkurs (inklusive der Lektion “Wie schaufle ich das verschüttete Ei elegant wieder in den Wok?”)
  • Elefanten-Betreuung mit den Schwerpunkten “Wie schaue ich in Mahout-Kleidung hübsch aus?” und “Wie vermeide ich, dass mir die süßen Kleinen auf den Fuß steigen (zu Land und im Wasser)?”
  • Thai-Massage (Anfängerkurs)
  • Warten in Laos (für Fortgeschrittene)
  • 6 nimmt – das Spiel (Profis)

Für Lesefaule – die Fotos

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Selbstgekochter Sticky Rice mit Mango

Dani in schicker Mahout-Kleidung

Dani in schicker Mahout-Kleidung

... und auch Didi mit seinem neuen Alltagslook

… und auch Didi mit seinem neuen Alltagslook

 Babyelefant gar nicht!

Der Beweis: sooooo klein war der Babyelefant gar nicht!

Und hier noch ein Porträtfoto!

Und hier noch ein Porträtfoto!

Feines Essen für die Elefanten...

Feines Essen für die Elefanten…

... aber es scheint zu schmecken!

… aber es scheint zu schmecken!

Ein Quiz: Welche Dinge bewachen in Chiang Mai die Tempel? Drachen,...

Ein Quiz: Welche Dinge bewachen in Chiang Mai die Tempel? Drachen,…

... Statuen...

… Statuen…

... oder Hello-Kitty-Tuktuks? Und richtig, alle drei stimmen!

… oder Hello-Kitty-Tuktuks? Und richtig, alle drei stimmen!

Auf dem Weg nach Norden: der blütenweisse Wat Rong Khun

Auf dem Weg nach Norden: der blütenweisse Wat Rong Khun

Auch hier waren Spenden natürlich erbeten, allerdings stilsicher in Weiß eingefordert

Auch hier waren Spenden natürlich erbeten, allerdings stilsicher in Weiß eingefordert

Stärkung vor dem Grenzübertritt: feine Sushi-Chips!

Stärkung vor dem Grenzübertritt: feine Sushi-Chips!

unser Slowboat Richtung Luang Prabang

Unser Slowboat Richtung Luang Prabang – man beachte die durchaus sinnvolle Verwendung von Minibus-Rücksitzen als Bootssitze!

Sehenswürdigkeiten den Mekong entlang: Landschaft...

Sehenswürdigkeiten den Mekong entlang: Landschaft…

... Häuser...

… Häuser…

... Elefanten...

… Elefanten…

... Höhlentempel...

… Höhlentempel…

... Sonnenuntergänge...

… Sonnenuntergänge…

... und natürlich Hornochse - das Spiel!

… und natürlich 6 nimmt –  das Spiel!

Gut in Luang Prabang angekommen und versorgt: mit Bier (man beachte die kreative Namensgebung!),...

Gut in Luang Prabang angekommen und versorgt: mit Bier (man beachte die kreative Namensgebung!),…

... Shakes,...

… Shakes,…

... und Sonnenuntergängen :)

… und kitschigen Sonnenuntergängen 🙂

Zum Schluss noch Didis diesmalige Weisheit zum Tage :)

Und zum Schluss noch Didis diesmalige Weisheit zum Tage 🙂

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2 thoughts on “Chiang Mai bis Luang Prabang: von Elefanten, Shakes und viiiiiiel Bootfahren

  1. cplankel says:

    Ich bin so stolz auf eure vielfältigen Aktivitäten, die teilweise sogar einen sportlichen Hintergrund haben. Auf die kulinarischen Mitbringsel freue ich mich und werde mich dementsprechend bekochen lassen. Die Sache mit dem sauguaten (=lecker auf deutsch)Fruchtshake wird der Tochter ausnahmsweise und einmalig wegen der großem Entfernung zur Heimat und Muttersprache verziehen. DAD

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  2. cplankel says:

    Mia samma olle wieda g.uat vom Schifohrn zruck! Do söt ma denn nu wissa, ob i nägsts Joha wieda mit ko wedent… 28.02.-06.03.2016 Warat sicha a Obwexlung zua Wötroas! Ois guate weidahin…. Mam

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