LP, VV und Pakse: gemütliche Stadt, ehemalige Partyhochburg und Glück im Busunglück

Nach diesem Titel das Allerwichtigste gleich zuerst: Uns geht es gut, und gestern wurden wir auch wiedermal aktiv daran erinnert,  WIE wichtig das ist… Aber alles der Reihe nach:

LP alias Luang Prabang: Mönche, Fruchtshakes und gutes Essen

Nach unserer Bootsreise waren wir wie berichtet gut in Luang Prabang angekommen. Und unser erster Eindruck hat uns nicht getäuscht,  die Stadt ist in der Tat sehr gemütlich und wie gemacht, um sich ein bißchen zu entspannen. So haben wir dann unsere anfänglich noch hochenthusiastischen Pläne, was wir in der Umgebung so alles erkunden könnten, auch recht bald Pläne sein lassen und uns mit größter Freude der gemütlichen Stimmung in dieser Stadt hingegeben. Zu dieser Stimmung tragen sicherlich nicht zuletzt die Mönche in ihren orangefarbenen (der Reiseführer nennt das safranfarben, aber das ist wohl nur weil’s netter klingt ;)) Gewändern bei, die überall in der Stadt herumlustwandeln (oder einfach nur gehen, aber das klingt weniger gemütlich…). Luang Prabang ist unter anderem für den allmorgendlichen Bettelgang der Mönche bekannt, bei dem Gläubige den Mönchen Almosen in ihre Bettelschale legen. Mittlerweile ist diese Prozession aber hauptsächlich zu einer Touristenattraktion verkommen, bei der die Mönche wie Tiere bestaunt und fotografiert werden, sodass manche Klöster sich daran nicht mehr beteiligen. Diese Entwicklung – und vielleicht auch ein bisschen die Tatsache,  dass wir für die Prozession um 05 Uhr aufstehen hätten müssen – hat uns davon abgehalten, den Bettelgang selbst auch zu besuchen.

Und somit bestanden unsere Tage aus Lesen, Spazieren gehen (einmal sogar ganze 380 Stufen einen Berg hinauf, da soll noch einer sagen, wir hätten uns nicht bewegt!) und die kulinarischen Genüsse der Stadt erkunden. Zu unseren eindeutigen Favoriten zählen dabei die extrem guten Fruchtshakes (erhältlich in sämtlichen Variationen, Dani hat’s insbesondere der Drachenfruchtshake ziemlich angetan!), die für 1 € pro Stück mehr als gut gefüllten Baguettes sowie das 1,5€-Büffet am Nachtmarkt. Und nicht zu vergessen: Einmal haben wir uns sogar kulturell betätigt und das Museum für ethnische Minderheiten besucht ( und auch wenn man das Schild auf dem Beweisfoto nicht wirklich lesen kann, wir schwören wir waren dort!).

Hier folgt die visuelle Veranschaulichung unserer Tage in Luang Prabang:

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Selbst die Wats wollten sich vor uns verstecken, damit wir nicht zu viel besichtigen müssen 😉

 

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Dafür waren sie dann echt beeindruckend…

 

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… und schön gülden 🙂

 

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Mit hübschen Bewachungsfiguren…

 

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… Türverzierungen…

 

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… und natürlich vielen Buddhas!

 

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Das schöne Nam Khon-Ufer…

 

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… mit hübschem Strand…

 

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… mit hübscher (oder zumindest besonderen) Brücke 🙂

 

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Diese Bambusbrücke steht übrigens immer nur 6 Monate im Jahr, nach der Regenzeit muss sie jeweils neu aufgebaut werden.

 

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Luang Prabang von oben

 

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Der Beweis: das ist das ethnologische Museum (und wir waren auch wirklich drinnen!)

 

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Selbst die Restaurants hier waren irgendwie wie voll süß…

 

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… und auch am Abend sehr schön!

 

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Die absolut größte Auswahl gab’s aber beim 1,5 €-Büffet am Nachtmarkt 🙂

 

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Zum Trinken gab’s vor allem Shakes…

 

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… und noch mehr Shakes (das links ist Drachenfrucht, mmmmmmh!)

 

Uha, und eine unserer wichtigsten Aktivitäten hätten wir beinahe vergessen: Sonnenuntergänge anschauen!

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380 Stufen den Berg hinauf…

 

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…dann Warten mit ein “paar” anderen Leuten…

 

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…und da isser! (falls jemand mehr Fotos davon sehen möchte, ein paar wenige haben wir noch…)

 

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Anderer Sonnenuntergang, auch schön, aber fast noch angenehmer (keine Stufen, weniger Leute und mit Bier :))

 

VV alias Vang Vieng: verlassene Diskos, schöne Höhlen und etwas mehr Aktivitäten

Irgendwann hatten wir uns dann aber doch an Luang Prabang sattgesehen und -gegessen und beschlossen, uns auf Richtung Vang Vieng zu machen. Die Stadt galt lange als DIE Partyhochburg von Laos, nach mehreren Todesfällen beim Tubing (in großen Traktorreifen den Fluss hinab treiben, wohl bevorzugt mit viiiiiiel Alkohol und auch gern der einen oder anderen Droge) und Ziplinen (auch das mit Alkohol und Drogen) hat die laotische Regierung dem Treiben aber 2012 den Garaus gemacht, sämtliche illegalen Bars zugesperrt und begonnen, den Drogen und deren Verkäufern und Konsumenten zu Leibe zu rücken. Da die Umgebung sehr viel gutes versprach, wollten wir uns die Situation also selbst mal anschauen…

Mit dem Minivan ging’s dann 6 Stunden lang über äußerst enge, kurvige Straßen nach Süden. Hier gab’s gleich mal eine sehr nette Überraschung, denn unser Guesthouse-Betreiber war unglaublich lustig und (fast zu) hilfsbereit… Als wir am nächsten Morgen beim Gratiskaffee nur kurz das Wort Moped in den Mund nahmen, stand 5 Minuten später auch schon ein Moped seines Cousins neben uns 😉 Da wir aber ohnehin einen Ausflug geplant hatten und das Moped gut in Schuss schien, haben wir es dann auch tatsächlich gemietet. Didi (mit ebensoviel bzw wenig Mopederfahrung wie Dani, nämlich keiner) wurde dann zum Fahrer auserkoren, und nach ein paar Proberunden stieg Dani dann auch mit aufs Moped. Unser Vorsatz, langsam und vorsichtig zu fahren, stellte sich dann als etwas überflüssig heraus, denn aufgrund der Straßenverhältnisse rund um Vang Vieng kamen wir über die Spitzengeschwindigkeit von 15 km/h eigentlich nie hinaus 😉 Nach anfänglichen Problemen bei der Streckenfindung und viel Gerüttel und Geschüttel wurden wir dann aber mit Baden in der Blue Lagoon belohnt, was wir sehr genossen haben 🙂

Am nächsten Tag hatten wir uns dann für etwas sportlicheres entschieden, und zwar eine Mountainbike-Tour. Drei Gründe, warum das keine kluge Entscheidung war: Erstens führte die Tour – surprise surprise – wieder zur Blauen Lagune (wofür der Veranstalter nichts konnte…). Zweitens waren die Straßenverhältnisse am nächsten Tag wenig überraschend auch nicht besser als bei der Mopedausfahrt (wohl auch kaum Schuld des Veranstalters). Und drittens waren die zur Verfügung gestellten “Mountainbikes” nicht so ganz das allerbeste Material (Danis Fahrrad hatte immerhin verschiedene Gänge, eine Federung gab’s aber bei beiden nicht… – SCHON Schuld des Veranstalters ;)). Wie dem auch sei, lustig war die Fahrt trotzdem, und dank schmerzender Hinterteile hatten wir auch die nächsten Tage noch was davon 😉 Und man muss auch sagen, dass unser Guide sehr nett und bemüht war, und die Höhle, in der er uns zu Kletteraktionen motiviert hat, auch sehr schön war. Und so ein Schwumm in der Blauen Lagune ist fast noch angenehmer, wenn man sich vorher den Hintern wundgefahren hat 😉

Das Nachtleben Vang Viengs haben wir uns – einmal in Begleitung eines sehr netten Wiener Pärchens 😉 – natürlich auch mehrmals angeschaut, wobei man sagen muss, dass außer zwei “free drinks from 8 to 10 pm”-Bars mit entsprechendem Publikum eigentlich nicht mehr viel von der Party übrig ist. Sehr gemütlich war der letzte Abend in Vang Vieng, als wir eine nette Strandbar am Mekong entdeckt haben, die uns ein bisschen an die feinen Abende am Donaukanal in Wien erinnert hat 🙂 Insgesamt haben wir von Vang Vieng also sehr schöne, entspannte Eindrücke mitgenommen – siehe hier: 🙂

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Didis erstes Mal auf dem Moped (das daneben is übrigens unser lieber Guesthouse-Betreiber :))

 

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Und schon haben wir uns drauf getraut 🙂

 

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Die wunderbare Straße (sieht aber auf dem Bild wesentlich besser aus als sie war…)

 

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Fahrradtransport auf laotische Art (und aus eigener Erfahrung verstehen wir durchaus, warum er diese Transportform dem Selbstfahren vorzieht ;))

 

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Auf dem Weg gab’s dafür schöne Berge..image

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… und sogar Kühe (die sind dort alle so klein ;))

 

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Als Belohnung gab’s dann einen Schwumm in der Blauen Lagune 🙂

 

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Unser Höhlenbesuch: Eine Gesamtübersicht,…

 

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… der Eingang von innen…

 

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Didis Abstieg…

 

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… und als Belohnung schließlich der Höhlen-Buddha aus der Nähe 🙂

 

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Eindrücke von Vang Vieng: schöne Flüsse,…

 

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… Bananensträucher…

 

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…ehemalige Partylocations…

 

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…und eine schöne Bar zum Relaxen 🙂

 

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In dieser Bar haben wir uns dann auch gleich sehr wohl gefühlt:

 

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Mit Bier,…

 

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…Lesen…

 

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…und Sonnenuntergängen…

 

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… da fällt das Lächeln recht leicht 😉

 

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Statt Tischnummern werden hier einfach die Gäste festgehalten (und ja, das “couple Austria” hatte Burger und Pizza, das muss manchmal einfach sein ;))

 

 

Von Vang Vieng nach Pakse: Ein großer Schrecken, danach viel Relaxen

Vergangenen Dienstag machten wir uns von Vang Vieng auf Richtung Südlaos, genauer gesagt via Vientiane (4 Stunden “normaler Bus”) nach Pakse (12 Stunden im sogenannten Sleepingbus). Bis auf die Tatsache, dass die Schlafkajüten in zweiterem eher auf asiatische Größen ausgelegt sind und sich somit nur Dani ausstrecken konnte und dementsprechend sogar etwas Schlaf fand, lief auch ließ zunächst ganz gut. Nachdem auch Didi so gegen 03 Uhr vor lauter Müdigkeit doch noch weggedöst war, kam gegen etwa 05 Uhr aber der Schock: Wir beide erwachten vom heftigen Schleudern des Busses, der eine gefühlte Ewigkeit (in Wirklichkeit wohl eher fünf oder zehn Sekunden lang) heftig durchgeschüttelt wurde und sich auch zur Seite neigte. Beunruhigend war dabei vor allem auch, dass wir aufgrund der kompletten Dunkelheit rund um uns absolut nicht sagen konnten, was passiert. Im Nachhinein haben wir gesehen, dass der Busfahrer wohl von der Straße abgekommen war (wahrscheinlich war er eingenickt..) und eine ca. 2 Meter hohe Böschung hinabgesaust und anschließend in den Ast eines Baums gekracht war. So sah der Bus am Schluss aus:

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Der Bus von der Seite…

 

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…und von vorne…

 

Zum Glück kam der Bus kurze Zeit später doch gerade zum stehen, und bis auf kleinere Schürfwunden und einige blaue Flecken waren wir zum Glück mit dem Schrecken davongekommen… Das ungute Gefühl hielt aber den ganzen Tag über an (auch als wir freundlicherweise von einem anderen Bus weiter nach Pakse mitgenommen wurden – eine wenig entspannte Fahrt…), und wir werden es in Zukunft nach Möglichkeit vermeiden, über Nacht bzw. überhaupt so lange Strecken am Stück zu fahren… und momentan sind wir einfach froh, dass es uns beiden gut geht!

Nun sind wir schon zwei Tage in Pakse, da wir beschlossen haben, uns erstmal von der Aufregung zu erholen und alles ruhig angehen zu lassen. Bis jetzt haben wir vor allem schöne Spaziergänge entlang des Mekong unternommen, uns in einem sehr guten Dachterassen-Restaurant den Bauch vollgeschlagen und in unserem Zimmer den großteils nicht sooooo fantastischen Gesangskünsten der Besucher der Karaokebar nebenan angelauscht. Mittlerweile sind wir aber wieder bereit für (hoffentlich nicht allzu große) Abenteuer und werden uns morgen auf eine Tour begeben, um zwei Tage durch den Dschungel zu ziplinen und in den Baumkronen zu nächtigen 🙂 Hier noch die Fotos aus Pakse, wir melden uns danach nach unserem Ausflug (hoffentlich mit ausschließlich positiven Erzählungen und Bildern :)) wieder!

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Das Mekong-Ufer ist auch in Pakse schön anzusehen 🙂

 

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Ein gestrandetes Schiff…

 

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…und er hat sogar seine Rettungsweste noch an 🙂

 

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Das schöne Dachterassen-Restaurant…

 

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…mit schönem Ausblick über Pakse 🙂

 

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