Dong Hua Sao, Bolaven und Don Det: Fliegen, liegen und entspannen :)

Teil 1, Pakse: Entspannung!

Nach unserem Busunfall (und aufgrund aufkeimender Magenprobleme bei Didi) haben wir uns erstmal drei Tage ganz ohne Programm in Pakse gegönnt. Sehr viele Reisende bleiben lediglich eine Nacht lang in dieser Stadt,  um die Reise zwischen der Hauptstadt Vientiane und den 4000 Inseln im Süden von Laos zu unterbrechen, und wir können nach ausgiebiger Beschäftigung mit Pakse auch bestätigen,  dass es hier außer Essen und Spazieren (möglichst nicht zwischen 11 und 17 Uhr,  da die Hitze zu diesem Zeitpunkt schier unerträglich wird) wirklich nicht viel zu tun gibt 😉 Auch unser Guesthouse-Betreiber schien übrigens erstaunt,  als wir unseren Aufenthalt immer wieder verlängert haben 😉 Unsere spannendste Erkenntnis aus Pakse ist wohl, dass sich laotische Popmusik,  die wir einen Abend bei voller Lautstärke in einem Biergarten am Fluss “genießen” durften,  auch nicht großartig von europäischer Popmusik unterscheidet… größeren Unterhaltungswert bot da eher die Beschallung unseres Guesthouses durch karaokebegeisterte Laoten (wobei die Begeisterung mangelndes Talent bei weitem wettmachte)!


Teil 2, Dong Hua Sao: Durch den Dschungel fliegen

Schließlich aber “mussten” wir am Samstag (07. März) dann doch jene Aktivität in Angriff nehmen, wegen der wir ursprünglich überhaupt einen Zwischenstopp in Pakse eingeplant hatten: der sogenannte “Tree Top Explorer”. Dabei handelt es sich um eine zwei- oder dreitägige (in unserem Fall) Tour, bei der man durch den Dong Hua Soa Nationalpark in der Nähe von Pakse trekkt, klettert und ziplint. Falls jemand Ziplinen nicht kennt: Im Wesentlichen hängt man sich dabei mit einem Harnisch,  Karabinern und Rollen an Stahlseile und “fliegt” dann von einer Seite zur Anderen (meist zwischen zwei Bäumen oder ähnlichem). So sieht das dann aus, vor es losgeht:

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Karabiner und Rollen und so (und nein, so braun is die Dani noch nicht geworden ;))

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So sehen die Plattformen aus, zwischen denen man und frau dann herumfliegt 🙂

Was wir im Kletterpark nahe Graz schon einmal “auf kleiner Ebene” ausprobiert hatten, nimmt im Dschungel mit Ziplines mit einer Länge von bis zu 450 Metern und 150 Metern über dem Boden dann aber doch ganz andere Dimensionen an!

Dementsprechend groß war dann auch der Respekt vor den Ziplines, Hängebrücken (Danis persönlichen Angstgegnern) und dem Abseilen aus den Baumkronen (was vor allem nicht so Didis Ding war und wobei er sich auch am Seil verbrannt hat :(). Didi war zudem auch noch zusätzlich gehandikapt,  hatte er doch am Tag zuvor auf dem Markt noch extra einen Rucksack gekauft (um ganze 35000 Kip,  ~ 3,50 Euro), dessen Nähte sich allesamt binnen einer Stunde aufgelöst hatten, weswegen Didi all seine Dinge in einer Plastik-Umhängetasche transportieren musste (großer Dank gilt hierbei unseren Mitreisenden aus Singapur, welche diese spendeten; sehr zu Didis Missfallen ist das Geschenk jedoch kurze Zeit später ebenfalls gerissen – wahrscheinlich hatte er einfach zu viele Sachen mit ;)). Die Kletterwand selbst schließlich war für Dani dann doch zu viel des Guten, und aufgrund einer Mischung aus mangelnder Kraft in den Armen und leichtem Panikfall musste sie vom Guide beim Bewältigen der Wand unterstützt werden (einen anderen Weg zurück gab es nämlich schlichtweg nicht). Hatte man seine Angst dann aber überwunden, wurde man insbesondere bei den Ziplines immer wieder aufs Neue mit einer einfach unglaublichen Aussicht auf Dschungel, 100 Meter hohe Wasserfälle und ähnliches belohnt 🙂 Hier einige Fotos von uns in unserer Kluft und in luftigen Höhen:

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Sexy Ziplining-Outfit inklusive dem sogenannten “breaking stick” (das einzige Werkzeug, um zu verhindern, dass man ungebremst in einen Baum kracht… wirkt vielleicht auf den ersten Blick nicht so WIRKLICH vertrauenserweckend, funktioniert aber einwandfrei :))

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Der Baum kann Dani nichts anhaben!

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Das erste Hindernis!

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Didi hat es bravourös gemeistert, Dani hingegen war zu klein und musste sich im Fluss die Füße nassmachen 😉

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Danis Angstgegner: die Hängebrücken! Die hier ging eh noch…

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…aber die hier war für Menschen mit Höhenangst schon nicht mehr so lustig *schlotter*

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Didi beim Abseilen

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Wuhuuuuuu, ziplinen!

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Mehr ziplinen!

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Dani von hinten…

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… und von vorne (kurz vor der Verwendung des breaking sticks)

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Mit derartigen Ausblicken wurden wir belohnt (da sind wir direkt davor vorbeigesegelt :))

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Plätscher plätscher…

Neben der sehr netten Gruppe (wir scheinen diesbezüglich wirklich immer Glück zu haben…)  gab es für uns aber noch ein weiteres Highlight, nämlich das Übernachten in den Baumhütten! Diese sind in die Baumkronen gebaut und können nur über Ziplines erreicht werden… und mitten im Dschungel (um 21 Uhr weil es zu diesem Zeitpunkt schon laaaange stockdunkel ist) einzuschlafen und am nächsten Tag bei Sonnenaufgang mit all den Tiergeräuschen aufzuwachen, war wirklich ein Erlebnis für sich. Und auch die Tatsache, dass man am Abend manchmal sogar einen Pulli brauchte,  hat uns nach der Hitze in Pakse und den heißen Wanderungen durch den Dschungel nicht gestört… Nimmt man dann noch die Aussicht zum Frühstück hinzu, können wir uns über diesen Ausflug wohl wirklich nicht beschweren 😉 Hier noch ein paar Impressionen:

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Unsere Baumhütte 🙂

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Der Nachhauseweg: natürlich eine Zipline 🙂

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Unser Bett mit dekorativem Moskitonetz 🙂

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Die Aussicht beim Aufstehen 🙂

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Didi und sein morgendlicher Kaffee (überraschenderweise waren wir immer als erste wach?!)

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Der Ausblick zum Frühstück 🙂

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… und jener zum Mittagessen 🙂

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Eine kleine Stärkung, serviert auf Bananenblättern 🙂

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Didi auf…

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…und im Wasserfall (schaut doch aus wie in der Werbung, oder? ;))

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Dani todesmutig vor dem Abgrund 😉

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Didi wirkt da schon etwas weniger skeptisch, obwohl er näher am Rand steht…


Teil 3, Bolavenplateau: Mit dem Rollen auf Wasserfall-Tour  

Als nächstes stand eine Tour in weniger luftigen Höhen, für Laos aber doch mit relativ erträglichen Temperaturen, auf dem Programm: ein Rollerausflug über das Bolavenplateau. Dieses Plateau ist DAS Kaffeeanbau-Gebiet von Laos, und so war es kaum erstaunlich, dass uns schon beim Rausfahren aus Pakse der Duft der umliegenden Röstereien in die Nase stieg. Neben – insbesondere am zweiten Tag – sehr schöner Landschaft inklusive Kaffee- und Bananenplantagen gab es bei unserer Tour vor allem Wasserfälle zu sehen. Hierzu ist noch zu sagen, dass sowohl in Thailand als auch in Laos Wasserfälle wohl zu den beliebtesten Ausflugszielen (auch der Einheimischen) zählen – es gibt kaum eine Stromschnelle,  der nicht der Titel “Wasserfall” verliehen wird, um anschließend Eintritt für die Besichtigung dieses Naturschauspiels verlangen zu können 😉 Der Fairheit halber muss aber gesagt werden, dass auch einige tatsächlich sehenswerte Wasserfälle dabei waren, und dass Dani und ihr schmerzender Allerwertester sowieso für jeden Stopp extrem dankbar waren (der hintere Sitz eines Rollers ist anscheinend nicht so WIRKLICH für mehrstündige Ausflüge auf laotischen Straßen gedacht…).

Neben der ständigen Suche nach einer einigermaßen erträglichen Sitzposition und dem Beobachten der Landschaft war Dani auf der Tour hauptsächlich damit beschäftigt, mithilfe des vom Guesthouse-Betreibers selbstgemalten Plans und des Reiseführers herauszufinden, welche Abzweigung zu nehmen war – eine Aufgabe, die vor allem auch durch die äußerst kreative Namensgebung der Dörfer erschwert wurde: Warum sollte man auch ein Dorf mit dem offiziellen Namen Ban Saen Vang nicht einfach überall Tad Lo nennen (nach dem Lo-Wasserfall, der allerdings nicht mal der Wasserfall in diesem Dorf ist, das is nämlich der Tad Hang)? Und warum nicht statt Dorfnamen einfach Kilometerzahlen verwenden (entsprechend der Entfernung zur nächsten größeren Stadt), allerdings ohne diese Referenzstadt auch irgendwo dazuzuschreiben und somit 3 verschiedene “Kilometer 10″-Dörfer im Umkreis von ca. 100 Kilometern schaffen? Richtig, es gibt absolut keinen Grund, der dagegen spricht, und somit gab’s auch Ablenkung vom schmerzenden Hintern 😉

Didi hingegen war hauptsächlich damit beschäftigt, Gegenverkehr, (erstaunlich wenigen) Schlaglöchern und Tieren (erstaunlich vielen, vor allem Hunden, Katzen, Hühnern, Kühen, Ziegen,…)  auszuweichen und sich gleichzeitig mit den laotischen Verkehrs”regeln” vertraut zu machen. Was wir bis dato gelernt haben:
– Theoretisch herrscht Rechtsverkehr. Daran kann man sich auch halten, wenn man gerne möchte, alternativ dazu kann man auch immer die Optimallinie fahren und wissen oder beten, dass eh kein Gegenverkehr daherkommt.
– Wenn man auf eine Kreuzung zufährt, hupt man.
– Wenn man auf seiner Fahrbahn ein Tier sieht, hupt man.
– Wenn einem der Gegenverkehr auf der eigenen Straßenseite entgegenkommt, hupt man.
– Wenn man jemanden überholen möchte (selbstverständlich ungeachtet des potentiellen Gegenverkehrs), hupt man.
Bei den letzten vier Punkten ist allerdings hinzuzufügen, dass all diese Dinge einen keinesfalls dazu veranlassen sollten, seine Geschwindigkeit auch nur im geringsten zu drosseln; mit dem Hupen hat man ja schließlich schon alles menschenmögliche getan, um eine gefährliche Situation zu vermeiden. Das Überraschende daran ist, dass wir trotzdem beide Tage vollkommen ohne Unfall (damit wären wir, unserer Beobachtung zahlreicher Krückengeherinnen und Krückengeher zufolge, wohl die Ersten in Südostasien) oder WIRKLICH gefährliche Situation überstanden haben und unseren Roller nach zwei Tagen wieder heil in Pakse abgegeben haben.

Hier noch ein paar Impressionen von unserer Tour:

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Unser heißes Gefährt 🙂

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On the road (gesäumt mit Palmen ;))

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Auch on the road: Kaffeeplantagen!

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Mehr Kaffee!

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Erster Zwischenstopp beim Tad Pasuam

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Das isser, der Wasserfall!

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Nach unserem Tree Top Explorer konnten uns solche Brücken selbstverständlich nur noch ein müdes Lächeln entlocken…

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Der schöne Tad Hang im Dorf Tad Lo (alias Ban Saen Vang)

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Auf der Suche nach Tad Etu

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Da is er! (von oben)

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Und von unten haben wir ihn schließlich auch noch gefunden 🙂

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Noch ein Werbefoto mit einsamem Mann!


Teil 4: Entspannen (mit Hängematte!)

Vergangenen Freitag (13. März) ging’s für uns dann Richtung Süden auf die sogenannten 4000 Inseln (eine Ansammlung von größeren und kleineren Inseln im Mekong, wobei die tatsächliche Anzahl anscheinend selbst in der jetzigen Trockenzeit eher bei 400 denn bei 4000 liegen dürfte ;)). Nach dem Übersetzen auf die Insel Don Det und 30 Minuten Fußmarsch in der Mittagshitze haben wir bei der Ankunft im Guesthouse gleich erkannt, dass wir die richtige Wahl getroffen hatten: 6 Bungalows mit je zwei Hängematten davor direkt am Mekong, in dem gerade die Wasserbüffel grasten 🙂 In den nächsten Tagen sollten “unsere” Hängematten sowie das ausgezeichnete Lokal unseres Guesthouses (sonst hätten wir auch so weit gehen müssen…) denn auch zu unseren fast ausschließlichen Wirkungsstätten werden. Und da noch dazu das Internet so gut wie gar nicht funktionierte,  blieb nicht viel zu tun außer schlafen, lesen, schlafen, Karten spielen (Dani kennt sich jetzt bei Star-Wars-Quartett perfekt aus, während Didi sich zum 1000-Kilometer-Meister gemausert hat), Wasserbüffel beobachten und tja… schlafen! Was wir zudem noch gemacht haben:
– Tag 1: nichts
– Tag 2: die halbe Insel in ca. 90 Minuten zu Fuß erkundet (dabei geschwitzt wie bei einem Marathon…, und am Abend mit Tim und Fabian vom Zipline -Ausflug (sooooo groß is die Insel nicht… man trifft sich auf jeden Fall ;)) essen gegangen
– Tag 3: die andere Hälfte der Insel angeschaut UND Postkarten geschrieben (2 Aktivitäten!)
– Tag 4: volle Action: mit einem Fahrrad die Nachbarinsel inklusive zwei Stränden UND einem Wasserfall erkundet!
– Tag 5: Erholen von Tag 4

Also insgesamt ein wirklich schöner und jo, entspannter Abschied von Laos 🙂 Weiter ging’s von hier dann Richtung Kratie in Kambodscha. Warum der Grenzübertritt teurer als erwartet und die Busfahrt länger als geplant war, und was wir seitdem so gemacht haben (euch erwarten im nächsten Beitrag viiiiiiele Fotos von Tempeln ;)), gibt’s dann aber im nächsten Beitrag nachzulesen… Hier noch Fotos von den 4000 Inseln für euch, wir gehen jetzt mal wieder entspannen 😉

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Ein paar der 4000 Inseln

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Die Aussicht vom Lokal aus konnte sich auch sehen lassen 🙂

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Das Wichtigste: unsere Hängematten!

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So sieht das dann “in action ” aus 🙂

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Ausblick von den Hängematten: Wasserbüffel!

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Auch im Haus gab’s Tiere (unser Klo-Gecko war aber leider zu schüchtern zum Fotografieren), wobei unser Frosch viiiiiiel süßer ist als der auf vergleichbaren Reiseblogs 😉

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Entdeckungen von unserer Inseltour: Wasserfälle (surprise!),…

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…Strandbars,…

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…mit dazugehörigem Strand,…

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…ein Messi zur Stärkung…

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…Sonnenuntergänge,…

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…und noch mehr Sonnenuntergänge (irgendwie werden die echt nicht fad…)!

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Letzte Grüße aus Laos!

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