Hoi An, Hue, Phong Nha und Hanoi. Oder: Von Schneidern, Kaisern, Höhlen und Bier – Vietnam intensiv!

Es ist soweit: Unser letzter Beitrag aus Asien! Die Zeit vergeht echt unglaublich schnell… Und gleich zur Vorwarnung: Dieser Beitrag ist LANG, aber da wir in Neuseeland wohl eh nicht sehr oft posten können, könnt ihr ihn euch ja in einzelnen Teilen durchlesen, damit ihr länger was davon habt 😉

Hoi An, die Stadt der Schneider

Dass die Zeit vergeht, merkt man nicht nur am Ende unseres Asiensaufenthalts, sondern auch beim Didi, und so kam Mitte April das Unvermeidliche: Besagte Person wurde ein Jahr älter! Um seinen Jahrestag zu feiern, hatten wir uns in Hoi An in einem “Luxushotel” eingemietet (um ganze 40 Euro fürs Zimmer inklusive Pool und Zimmerservice – das geht sich selbst auf Weltreise aus ;)). Der Weg hierher war allerdings relativ lang: Zuerst mussten wir zwölf Stunden von Nha Trang nach Danang fahren, und das leider untertags (der Nachtzug war schon ausreserviert…). Nach einer derart langen Zugfahrt, während der es ca. 10 Stunden lang nach faulen Eiern (tatsächlich waren es Vogeleier, eine vietnamesische Spezialität, die auch im Zug serviert wird…) roch, verbrachten wir die Nacht dort, um am nächsten Tag mit einem Lokalbus nach Hoi An zu fahren. Auch bei diesem Verkehrsmittel war uns das Glück nicht hold. Der Grund: Wir zahlten für unsere Busfahrt gleich mal den dreifachen Preis. Selbst Diskutieren und der Hinweis auf die offizielle Preistafel, die im Inneren angebracht war, halfen allerdings nichts, und zudem schien auch die einzige Alternative, welche darin bestanden hätte, irgendwo am Ende der Welt aus dem Bus auszusteigen und zu hoffen, dass der nächste Busfahrer uns zum normalen Preis mitfahren lässt (sehr unwahrscheinlich), nicht wirklich attraktiv. Immerhin konnten wir uns vom 5 Kilometer vom Zentrum entfernten Busbahnhof ein Taxi mit zwei anderen “Westlern” teilen, die dasselbe Schicksal wie uns ereilt hatte, sodass uns der überteuerte Taxipreis wenigstens nicht ganz so wehtat 😉 Hier als Auflockerung mal ein paar Eindrücke von der Reise:

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Ein Bus! (irgendwie wie bei uns...)

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Ein Riesenrad! (irgendwie auch wie bei uns...)

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Die Aussicht vom Bus aus (nicht ganz wie bei uns...)

Nach unserer Ankunft waren wir mit Hoi An aber schon wieder versöhnt, denn das Städtchen ist wirklich schön, und der Hotelpool hat auch beim Entspannen geholfen 😉 Komplett relaxt machten wir uns am Abend also auf zum Pubcrawl durch Hoi Ans Straßen – Reinfeiern musste schließlich sein 😉 Und wir können jetzt bestätigen: Hier gibt es viiiiele Pubs mit viiiielem gutem Bier und viiiiiielen Cocktail-Happyhours… mehr Details gibt’s aber nicht (mehr) 😉

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Der Pool unserer Wahl 🙂

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Let the pubcrawl begin!

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Wie gesagt, es gab auch Cocktails...

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Und mehr Bier!

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Ein Selfie-Versuch zu fortgeschrittener Stunde...

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Uns schließlich noch der Geburtstags-Jägermeister 😉

Am 19. selbst hatten wir uns ganz motiviert den Wecker gestellt, um das Frühstücksbuffet nicht zu verpassen – so riiiichtig genießen konnten wir dieses allerdings seltsamerweise nicht, sodass wir uns nach 30 Minuten wieder aufs Zimmer begeben haben, um nochmal nachzuschlafen 😉 Gut erholt gab’s am Nachmittag dann erstmal die Geschenkübergabe mit Grüßen aus der Heimat, und anschließend gingen wir in die Stadt, um Didi noch ein Geburtstagsgeschenk zu organisieren: ein maßgeschneiderter Anzug sollte her! Die Schneiderdichte in dieser Stadt ist schier überwältigend, also haben wir uns bei der Auswahl ganz auf den Reiseführer verlassen. Um die Qualität des Schneiders zu überprüfen, und nur deswegen, hat sich auch Dani drei Kleider schneidern lassen… Wenige Stunden später (es gab so VIELE Optionen, aus denen man auswählen konnte…) waren wir auch schon wieder draußen und haben den restlichen Tag am Pool verbracht – da im Fernseher dann außerdem auch noch Pacific Rim lief, war es ein fast perfekter Geburtstag 😉

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Didis Geburtstagstagstorte 🙂

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Didis Geburtstagsanzug 🙂

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Die Anprobe (man beachte die Schneiderin hinter ihm, die sich *kaum* strecken muss, um Didis Schultern zu erreichen...)

Am nächsten Tag waren wir dann doch wieder etwas aktiver, und zwar stand ein (Schnorchel-)Ausflug auf die Cham-Inseln an. Dieser war zwar nicht ganz wie erwartet, aber auf jeden Fall ein (sehr vietnamesisches) Erlebnis 😉 Überrascht waren wir, als im Bus gleich mal Omre und Charley, unsere Taxikollegen, einstiegen – eine schöne Überraschung! Sie blieben außer uns aber auch die einzigen Ausländer, sodass wir auf dem Boot zu den Inseln gleich mal vietnamesisches Unterhaltungsprogramm inklusive lustiger Lieder (deren Text, soweit wir das verstehen konnten, lediglich aus den Wörtern Ho Chi Minh und Vietnam bestand…) und Achterbahn-artiger Bootsmanöver geliefert bekamen. Auf der Insel gab es dann eine “Sightseeing-Tour”, bei der wir spannende Dinge wie Hängematten, Spielplätze und “antike” Brunnen (aus Beton?! wir haben das kolportierte Alter des Brunnens irgendwie etwas angezweifelt…) mitsamt zugehöriger Funfacts (man stelle sich vor, die Leute dort nutzen den Brunnen, um Wasser zu holen – crazy!) präsentiert bekamen 😉 Hier noch weitere nette Sehenswürdigkeiten :

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Ein Hafen (für Boote!)

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Kühe und Pagoden

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Die Fauna: Krebse uuuund

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Sehgurken!

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Der Strand: recht schön uuuund

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recht voll!

Als nächstes ging es dann zum Schnorcheln, worauf wir uns schon sehr gefreut hatten! Auch dieser Teil war aber etwas anders als gedacht: Da die meisten Vietnamesen anscheinend (ganz dem asiatischen Klischee entsprechend) tatsächlich nicht schwimmen können, wurden sie alle mit Schwimmwesten ausgestattet – äußerst praktisch zum Schnorcheln! Anscheinend bekamen es viele aber dennoch mit der Angst zu tun, denn noch bevor alle überhaupt mal ins Wasser konnten, begannen die ersten schon, zurück aufs Boot zu drängen. Wir bekamen dann nach der Zusicherung, dass wir eh schwimmen können, die Erlaubnis, einfach vorne vom Boot zu springen, sodass wir nach zirka 20 Minuten dann doch endlich im Wasser waren 🙂 Doch auch diese Freude hielt nur kurz an, denn jenen Vietnamesen, die sich so lange im Wasser gehalten hatten, wurde es jetzt trotz Schwimmweste auch zu viel, sodass Didi einigen helfen musste, zurück zum Boot zu kommen… und kurz danach wurde das ganze Unterfangen überhaupt abgebrochen, da mehrere Leute seekrank geworden waren und naja… sich ins Wasser erleichtert hatten, sodass der Schnorchelteil des Ausflugs leider insgesamt recht kurz blieb… :/

Zurück an Land und in Hoi An ging’s für uns zur ersten Anprobe beim Schneider, und wer lief hinter uns durch die Tür? Schon wieder Charley und Omre 😉 Da das Schicksal es ganz offensichtlich unbedingt so wollte, gingen wir mit den beiden dann essen und verbrachten einen recht lustigen Abend 🙂 Hier zum Abschluss noch ein paar Impressionen aus der recht malerischen Stadt mit ihren vielen noch bestehenden chinesischen Versammlungshäusern:

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Didi, glücklich vor einer Sehenswürdigkeit

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Einiges hier schaut in der Tat recht chinesisch aus, wie das...

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...das...

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...und vor allem das!

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Das hier ist allerdings eine überdachte JAPANISCHE Brücke

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In den Straßen von Hoi An...

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Hue, die Stadt der Kaiser

Da unsere Kleider nach einem weiteren Tag und einer weiteren Anprobe endlich fertig waren, ging es für uns dann auch schon weiter – die Kaiserstadt Hue stand auf dem Programm! Noch am Tag unserer Ankunft machten wir uns hochmotiviert auf den Weg, um uns die kaiserliche Zitadelle dieser ehemaligen Hauptstadt anzuschauen. Neben alten Gebäuden entdeckten wir dort weitere Beispiele der vietnamesischen Heckenschneidkunst und ääääähm angeblich alte kaiserliche Tennisplätze?! Aber seht selbst:

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Dicker fetter Burggraben!

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Dezenter Eingang...

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Hübsche Gebäude...

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...hübsche Deko...

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...schöne Seerosen...

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...und vüüüüü Garten inklusive Heckenschneidkunst 😉

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Ahja, und natürlich nicht zu vergessen: der Tennisplatz (laut Schild gibt's da schon seit einem Jahrhundert einen... aber wir vermuten mal, dass das nicht der originale ist ;))

Und am nächsten Tag ging’s fröhlich mit Sightseeing weiter – diesmal standen allerdings jede Menge Gräberanlagen ehemaliger Kaiser auf dem Programm. Wenngleich wir mit dem Wetter leider nicht so viel Glück hatten (schon nach der ersten Sehenswürdigkeit waren wir bis auf unsere Unterhosen nass…) hielten wir tapfer durch und wurden dafür mit beeindruckend-riesigen Grabanlagen belohnt. Es folgen die zugehörigen Fotos:

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Unser pinker Sightseeing-Bus 🙂

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Unsere erste Entdeckung: So wächst die Durian (keine schöne Frucht...)

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Die Thien Mu Pagode

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Ein chinesisches Gedicht über einer vietnamesischen Schildkröte...

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Der Parfumfluss

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Eingang zur Grabanlage (durch die Mitte darf nur der Kaiser. Die Tür ist aber eh verriegelt,..)

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Wir haben das Schild ganz brav befolgt!

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Grab Nummer 1: nicht so spannend. Da kommt man nicht rein 😦

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Grab Nummer 2: schon spannender (man kommt rein). Aber *etwas* überladen...

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Hier war überhaupt viel Deko...

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...interessante Roleaus...

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...und komische Bilder mit komischeren Bildunterschriften...

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Unser Lieblingsgrab: Nummer 3. Irgendwie einfach, aber hübscher...

Nach dieser anstrengenden Tour gönnten wir uns am Abend ein Bier und danach einen freien Tag. Unsere einzige Aktivität bestand an dem Tag darin, am Fluss spazieren zu gehen, wobei wir gleich von vietnamesischen Studenten angesprochen wurden, die mit uns Englisch üben wollten… und schon saßen wir für eine Stunde mit ihnen im Gras 😉 Aber es gibt wahrlich schlimmeren Zeitvertreib 😉

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Zwei neue, gute Biersorten 🙂

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Hier sah es ein bißchen aus wie in Sophies alter Wohnung 😉

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Unsere Schüler 😉

So erholt fiel es uns gar nicht sooooo schwer, am nächsten Tag um 6 Uhr aufzustehen: Eine Tour zur EMZ (entmilitarisierten Zone) war geplant. Ironischerweise wurde während des Vietnamkriegs kaum irgendwo so viel gekämpft wie in diesem Gebiet nördlich und südlich des 17. Breitengrades, der Grenze zwischen Nord- und Südvietnam. Heute sind nicht mehr allzu viele Spuren von den einstigen Kämpfen übrig, allerdings bekamen wir dennoch einige Kriegsschauplätze, ehemalige Militärbasen und einen Friedhof zu sehen. Ausserdem führte die Tour auch zu den Vinh-Moc-Tunneln, einem kilometerlangen Tunnelsystem, in dem die Leute (im Gegensatz zu den Cuchi-Tunneln bei HCMC) während der Bombardements tatsächlich lebten und mitunter mehrere Tage am Stück kein Tageslicht sahen. 17 Babys wurden sogar in diesen Tunneln geboren!

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Einer der zahlreichen Soldatenfriedhöfe

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Irgendwie kurios: an jedem Grab stehen diese Plastikblumen

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The Rockpile: früher Militärbasis, heute ein Berg 😉

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Der Ho-Chi-Minh-Pfad: früher strategisch wichtiger Transportweg, heute eine stinknormale Straße 😉

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Dieses Denkmal hilft zumindest vietnamesischen Touristen beim Erkennen des Ho-Chi-Minh-Pfads (wir hatten zum Glück unseren Guide dabei ;))

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Bunkeranlage in der (wiederaufgebauten) Khe Sanh Militärbasis

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Didi wär irgendwie zu groß dafür...

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Didi und der Flieger 🙂

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Kriegerdenkmal

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Brücke über dem Fluss beim 17. Breitengrad. Laut unserem Guide steht die blaue Farbe (links) Nordvietnams für Hoffnung und Stärke... Zur gelben Seite Südvietnams gab's keinen Kommentar 😉

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Dreischichtiges Tunnelsystem - die tiefsten sind 23 Meter unter der Erde!

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Cozy!

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Der Beweis: Wir waren drinnen!

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Uuuuuund wieder draußen!

Phong Nha, das Dorf der Höhlen

Unsere nächste Station führte uns an einen wesentlich friedlicheren Ort, und zwar in das Dorf Son Trach, besser (aber auch nicht sehr) bekannt als Phong Nha. Dieser Ort bzw. der angrenzende Nationalpark ist für seine Höhlen bekannt, darunter die mit 56 Kilometern anscheinend längste Höhle der Welt, Son Doong (wir kennen uns da ja nicht so aus, aber das Internet lügt nicht!). In Selbiger waren wir allerdings nicht, dafür braucht man nämlich 7 Tage Zeit und 3000 Dollar Kleingeld. Wir haben uns stattdessen die *etwas* touristischeren Höhlen “Phong Nha” (Flusshöhle) und “Paradise Cave” angeschaut.

Dass es sich bei Son Trach und dem Nationalpark im Gegensatz zu den Angaben in unserem Reiseführer nicht mehr so richtig um einen Geheimtipp handelt, haben wir schon vermutet, als wir die Anzahl der Unterkünfte in dem Dorf sahen: laut Reiseführer sollten es so ca. 5 sein, wir tippen da eher auf aktuell 50… Endgültig bestätigt hat sich unsere Vermutung aber bei der Ankunft bei der Paradieshöhle, wo wir sogar anstehen mussten, um reinzukommen… Wobei man der Fairheit halber sagen muss, dass wir ausgerechnet an einem vietnamesischen Feiertag (40 Jahre Ende des Krieges) da waren, also vielleicht ist es normalerweise zumindest ein bißchen ruhiger hier… Eine schöne Überraschung war, dass wir vor Ort auch Wiebke, die wir in Kampot kennengelernt haben, wiedergetroffen haben – so klein ist Vietnam 😉 Und zu unserer positiven Überraschung konnten selbst die vielen (mit Megaphon schreienden) vietnamesischen Guides und Touris und die intensive, Disneyland-artige Beleuchtung die Atmosphäre der Höhle nicht zerstören; sowohl die Paradies- als auch die Flusshöhle haben uns insgesamt sehr beeindruckt! Die Bilder davon können das zwar nicht ganz 100%ig vermitteln, aber einen Eindruck der märchenhaften Formationen bekommt man hoffentlich trotzdem:

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Anstehen für die Höhle 😉

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Der erste Eindruck der Paradieshöhle

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Flusshöhle

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Unser persönliches Highlight kam aber am nächsten Tag, als wir das Tulan-Höhlensystem im Rahmen einer Tour erkundet haben. Auf eine schöne Wanderung durch die Karstlandschaft folgten eine Flussquerung in kompletter Montur sowie ein Besuch in einer stockfinsteren Höhle, in der wir unsere Taschenlampen irgendwann ausgeschalten haben – eine solch absolute Dunkelheit haben wir überhaupt noch nie erlebt! Anschließend mussten bzw. durften wir über einen unterirdischen Fluss wieder aus der Höhle hinausschwimmen – echt cool 🙂 Nach einem stärkenden Mittagessen folgte die zweite, sehr matschige Höhle, auch diese extrem dunkel – und anschließend ein reinigendes Bad (inklusive Klamotten) im Fluss 🙂 Nicht zuletzt dank der sehr netten Gruppe und unserem lustigen Guide Ringo, der ständig gesungen hat, war es ein wirklich super Tag! Da man in einer komplett dunklen Höhle und beim Schwimmen durch einen Fluss mit einer nicht wasserdichten Kamera aber sehr schlecht Fotos machen kann, bekommt ihr hier nur einen kleinen Teil des Ausflugs zu sehen:

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Auf dem Weg: Anscheinend ein Kuhstall. Schaut unserer Meinung nach ein bißchen klein aus, aber die passen anscheinend durchs Tor...

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Auch die Anbindmechanismen sind irgendwie interessant...

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Flussdurchquerung

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Ausblick bei der Wanderung

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Höhleneingang

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Danis erstes Livefossil 🙂

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Unsere Aussicht beim Mittagessen - es gibt schlimmeres 😉

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Didi, etwas nass nach dem Schwimmen im Fluss 😉

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Und schließlich noch die Landschaft auf dem Heimweg... Auch OK 😉

Hanoi, Stadt des Biers und der Mopeds

Nach diesem spannenden Ausflug machten wir uns am nächsten Morgen mit dem Zug auf zu unserer letzten Station in Vietnam, der Hauptstadt Hanoi. Wir hatten uns sehr gefreut, so kurzfristig (zwei Tage davor) überhaupt noch ein Zugticket zu bekommen, da sich anlässlich der Feiertage alle Vietnamesen quer durchs Land bewegten (in Phong Nha hatten sogar zahlreiche Leute in ihren Ausflugsbussen übernachten müssen, weil alle Unterkünfte ausgebucht waren!). Die Fahrt selbst gestaltete sich allerdings extrem anstrengend… :/ Die Vietnamesen sind in unserer Erfahrung schon an und für sich kein sehr ruhiges Volk, aber gepaart mit der Urlaubsaufregung und dem Fernseher im Zug, der uns die ganze Fahrt lang in extremer Lautstärke vietnamesische Soaps zeigte und der somit von allen Mitfahrenden überschrien werden musste, erreichten die mitreisenden Vietnamesen einen Lärmpegel, der kaum noch auszuhalten war… und das alles 12 Stunden lang bis Hanoi… So froh waren wir beide erfahrenen Zugfahrer schon lange nicht mehr, dass eine Zugfahrt zu Ende war – und Didi hat seine Business Class wohl mehr vermisst als je zuvor 😉

Als Ausgleich dafür wurden wir in unserem Hostel mehr als freundlich empfangen und bekamen auch super Essenstipps, sodass wir schon weniger später bei einer leckeren Pho (Suppe mit Nudeln und Rindfleisch) entspannen konnten. Die nächsten Tage waren wir ganz mit Sightseeing beschäftigt, was hier gar nicht so einfach ist, da man nicht nur beim Überqueren der Straße höllisch aufpassen muss, sondern einem auch auf dem Gehsteig – so man dort überhaupt laufen kann und dieser nicht von Mopeds oder Straßenständen okkupiert wird – ständig Mopeds oder Menschen vor die Füße laufen bzw. fahren. Unserer Meinung nach ist der Verkehr hier noch schlimmer als in Ho-Chi-Minh, aber das mag eine subjektive Einschätzung sein 😉 Außerdem mussten wir für Didi noch einen Zahnarzt suchen (ein Teil eines Zahns war abgebrochen), was aber so ganz nebenher dazu geführt hat, dass wir eine sehr schöne, überraschend ruhige Gegend in Hanoi entdeckt haben, in die wir sonst wohl nie gekommen wären, und wir außerdem noch die vietnamesische Variante von Starbucks – Highland Coffee – ausfindig machen konnten (wir haben dort Zuflucht vor der mörderischen Hitze gesucht…). Alles in allem war die Stadt also stressig, aber schön und auf jeden Fall einen Besuch wert. Und was uns besonders gefallen hat: An jeder Ecke gibt es hier sogenannte “Bia Hoi”-Lokale, bei denen man ein Glas frisch gezapftes Bier schon ab 50 Cent bekommt. Und da das Bier keine Konservierungsstoffe hat, muss man es noch am selben Tag trinken, weswegen wir uns natürlich redlich bemüht haben, keines schlecht werden zu lassen 😉
Auch hier möchten wir euch natürlich die zugehörigen Fotos nicht vorenthalten:

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Schildkrötenpalast

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Die Oper von Hanoi

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Eine andere Seepagode 😉

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Turm mit dezenter Vietnamflagge

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Präsidentenpalast (wobei man hier auch gleich den zugehörigen riesigen Park leider nicht betreten darf :()

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Ho Chi Minh Mausoleum (den einbalsamierten Leichnam kann man sich anschauen gehen, darauf haben wir allerdings verzichtet...)

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Wie gesagt: 40 Jahre Ende des Krieges werden gefeiert (und die gesamte Stadt wurde dekoriert ;))

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Da sind die Schwäne wieder - diesmal allerdings mit Wolkenkratzern im Hintergrund!

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DAS ist mal direkt bei der Bahn! (und ja, da fährt wirklich noch der Zug durch...)

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Didi beim Bia Hoi-Trinken (und jap, die Tische und Stühle sind *etwas* klein...)

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Kindersitz fürs Moped (und das kleine Kind saß am Tisch neben uns bekam seine - hoffentlich ersten - Schlücke Bia Hoi)

Und dann, und dann kam das große Finale in Vietnam: drei Tage auf dem Boot in der Halongbucht! Und nachdem nun auch wir jetzt schon dort waren, können wir uns der allgemeinen Meinung nur anschließen: Da sollte man dringend hin! Und ja, es ist zwar etwas anstrengend, sich im Dschungel der hunderttausend Anbieter zurechtzufinden (wobei man am Schluss wohl einfach Glück oder Pech hat, rein von den Internetrecherchen her klangen die alle recht ähnlich…), und ja, man darf sich auch nicht erwarten, komplett alleine und ohne andere Boote weit und breit durch die Bucht zu fahren, und ja, es gibt leider stellenweise extrem viel Müll im Meer, aber NEIN, die Bucht sollte man definitiv deswegen nicht auslassen!
Wir sind mit der Fantasea Cruise drei Tage gemütlich durch die Bucht gefahren, haben eine Höhle besucht, sind auf einen Aussichtspunkt geklettert, waren schwimmen (sind dabei fast in Kontakt mit Quallen gekommen) und sind zwei Mal durch die Bucht gekajakt, wobei wir sogar Affen gesehen haben. Zudem gab’s viiiiiiel und gutes Essen und nette Gesellschaft (unter anderem Mikkel, den wohl größten dänischen Österreich-Fan ;)) – kurz gesagt, wir haben die Tage extrem genossen. Hier auch noch ein paar Bilder für euch, die aber die Schönheit dieser Bucht leider nur teilweise wiedergeben können:

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Unser Bootsdeck

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Im Hintergrund: (fast) unser Boot 😉

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Auch hier wird Handel getrieben 😉

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Back to the start: Ein kurzer Zwischenstopp in Bangkok

Am 06. ging’s dann per Flugzeug zurück nach Bangkok, und da wir wieder im selben Hostel wie zu Beginn unserer Reise sind, fühlt es sich schon fast ein bißchen wie zu Hause an (sprich: Wir wissen, wie man von der U-Bahn zum Hostel kommt und wo der nächste Supermarkt ist ;)) – und es ist im Vergleich so RUHIG hier 😉 Die letzten Tage hier haben wir mit Organisieren für Neuseeland, Shoppen (hier gibt’s 6-stöckige Einkaufszentren mit Maseratis und Bentleys im Einkaufszentrum…) und anderen Kleinigkeiten (wie Blogschreiben ;)) verbracht. Und außerdem gibt’s hier sooooo leckeres Essen…

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Nachdem unsere Zeit in Asien nun zu Ende ist, können wir zusammenfassend sagen, dass wir die Zeit hier echt genossen und viel Neues gesehen haben – aber jetzt freuen wir uns auch schon auf die Ruhe und unseren eigenen fahrbaren Untersatz in Neuseeland! 🙂
Zum Abschied gibt’s nochmal ein Bild (fast) wie am Anfang:

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