Welcome to Oz! Dani, Didi und ein paar Tiere

Einstieg in Australien: G’day Sydney, oder: Von Lichtern, Filmen und ersten Tieren

Nachdem wir nach einem kurzen Flug (Dauer: eigentlich drei, dank Zeitverschiebung aber irgendwie nur eine Stunde ;)) also endlich von der Qual Neuseelands erlöst waren, kamen wir Anfang Juni im überraschend warmen Sydney an. Wir stellten bald fest, dass die Leute hier ähnlich nett zu sein schienen wie in Neuseeland – dank unseres Busfahrers, der uns illegal außerhalb von der Haltestelle abgesetzt hat, mussten wir so gleich mal ein Stück weniger zu unserer Unterkunft laufen 🙂 In Ermangelung von Bier an der Tankstelle haben wir diesen dennoch anstrengenden Tag dann eben “nur” mit feinem Essen (Nudeln mit Fertigsauce von der Tankstelle ;)) ausklingen lassen, und trotz akuter Angst vor tödlichen Spinnen (die einzig wirklich gefährliche gibts nämlich tatsächlich in und um Sydney, aber wie wir mittlerweile wissen zum Glück um diese Jahreszeit nur selten) hat auch Dani dank der Erschöpfung gut geschlafen.

Die nächsten Tage machten wir uns daran, Sydney zu erkunden, was zeitlich gar nicht so einfach war: Unsere Besichtigungen mussten nämlich rund um fünf Filme des Sydney Filmfestivals (Danis Weihnachtsgeschenk von Didi) geplant werden. (Für alle, die noch was für verregnete Sonntage suchen: Von den fünf Filmen fanden wir vor allem Mr. Holmes und die The Emperors New Clothes empfehlenswert, ansonsten können wir jetzt vor allem sagen, dass das Sydney Filmfestival wohl ebenso schräge Filme bietet wie die Viennale ;)). Trotz dieses dichten Zeitplans fanden wir noch Zeit für die Gegend rund um den Circular Quay mit Oper, Harbor Bridge und The Rocks, wo die ersten Australien-Ankömmlinge damals eingebuchtet waren. Die Beweisfotos:

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Na, wer erkennt's?

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Nicht nur wir bewundern die Harbor Bridge 🙂

Außerdem haben wir auch den Botanischen Garten besuchten und dort einen ersten Eindruck von der sehr interessanten australischen Tierwelt (ja, im BOTANISCHEN Garten) erhalten:

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Eine der viiiiielen Ibisse

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Didi und die Kakadus

Dazwischen haben wir auch noch die Zeit gefunden, um uns Sydney von oben anzuschauen, nämlich beim sogenannten “Skywalk”. Vor allem für Dani mit ihrer Höhenangst war das eine kleine Herausforderung, aber im Vergleich zum 450-Meter-Ziplinen war das ganze richtig harmlos – und die Aussicht war auf jeden Fall sehr schön. Leider darf man auf dem Skywalk keine Kamera mitnehmen, sodass wir euch nur Fotos von drinnen zeigen können. Außerdem haben wir noch diese wunderschönen und gar nicht fotomontierten Bilder für euch:

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Vor dem Skywalk, ganz entspannt...

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Sydney von oben

Am vorletzten Tag haben wir zudem noch Isabel, eine ehemalige Arbeitskollegin von Dani, getroffen, die momentan ein Auslandssemeter in Down Under absolviert. Isabel hat uns den berühmten Bondi Beach gezeigt, der unserer ganz persönlichen Meinung nach aber irgendwie einfach nur ein Strand is (aber gesehen muss man ihn haben ;)):

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Dank Isabel haben wir am letzten Abend außerdem noch “Vivid Sydney” miterleben dürfen, eine Kunstinstallation der Stadt, bei der verschiedene Sehenswürdigkeiten wie die Oper und das Museum für moderne Kunst in der Nacht in bunte Farben getaucht werden:

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Bei dieser doppelt und dreifachen kulturellen Aktivität hätten wir uns ja unserer Meinung nach am Abend das eine oder andere Bier verdient, aber unsere Vermutung vom ersten Abend hat sich leider bestätigt: In Australien kann man nicht einfach so in Supermärkten oder Tankstellen Alkohol kaufen, dazu muss man in lizenzierte Läden gehen… und wenig überraschend ist das Bier in Lokalen überraschend teuer 😉 Somit mussten wir beim Filmfestival mit dem teuren Festivalbier und Kaffee vorlieb nehmen…

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Feiner Kaffee für Burt?!

Aber hier konnte uns Isabel zum Glück helfen und gab uns den Tipp, es mal bei Aldi zu versuchen (jap, ausgerechnet die Deutschen haben es unseres Wissens in Australien als einzige geschafft, eine Lizenz zum Verkauf direkt im Laden zu bekommen ;)).

Dementsprechend führte uns unser erster Weg mit unserem neuen Mietwagen (die Fahrt zum Abholen war dank eines weiteren sehr netten Busfahrers gratis – wir mögen die australischen Busfahrer ;)), einer kleineren Variante unseres neuseeländischen Campervans, gleich mal zu Aldi, der Kühlschrank wollte schließlich gefüllt werden. Hier also die australische Variante vom “Hellen Blonden”:

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Tiercount:
viiiiiiele Kakadus
viiiiiiele Ibisse
1 x äußerst zutraulicher riesengroßer Koala,
0 x tödliche Spinnen

On the road again: Die Küste New South Wales’, oder: von Nationalpark zu Nationalpark zu Nationalpark (mit ein paar Tieren ;))

So vorbereitet konnte unser Roadtrip durch dieses riesige Land auch schon beginnen 🙂 Erstaunt hat uns dabei zunächst einmal, wie unglaublich GRÜN es hier (zumindest in der Gegend rund um Sydney) überall ist. Viele Wanderungen durch wunderbar grüne Nationalparks war irgendwie nicht ganz das, wie wir uns Australien vorgestellt hatten, aber genau das haben wir die ersten Wochen gemacht 🙂

Unser Weg führte uns dabei zunächst von Sydney aus nach Westen ins Landesinnere zum Blue Mountains Nationalpark. Hier ein paar Eindrücke von unserer Wanderung:

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Hilfreiche Richtungsangaben!

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Ein Papagei (oder so ;))

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Die Three Sisters

Etwas weiter im Norden wollte Dani dann unbedingt ihren “Tierhunger” stillen, sodass wir in der Blackbutt Reserve (für alle Vorarlberger: das is ein bißchen wie der Doppelmayr-Zoo :)) unsere ersten Live-Koalas und -Kängurus (leider in Gefangenschaft) bestaunen durften (wir beschließen, dass das aber trotzdem zählt, immerhin waren wir im richtigen Land ;)):

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Ein Live-Känguru!

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Beste Frisur aller Zeiten!

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Ein Frogmouth (in freier Wildbahn)

Von hier aus fuhren wir der Küste entlang nach Norden, wobei wir gleich eines unserer Highlights in Nelson Bay erlebten: Bei unserer mehrstündigen Wanderung durch den Tomaree Nationalpark sahen wir zwar nicht wie (im Reiseführer) angekündigt wilde Koalas, dafür aber von der Küste aus unverhofft Buckelwale, die um diese Jahreszeit der Küste entlang zu ihren Futterplätzen “wandern”:

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Aussicht auf Nelson Bay vom Gipfel

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Auf der Wanderung...

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Safety first!

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Und als ob der Tag noch nicht schön genug gewesen wäre, besuchten wir am Nachmittag im selben Nationalpark noch die Worimi Conversation Lands, die größte Wandersanddüne der südlichen Halbkugel (sagt der Reiseführer ;)). Ob das nun stimmt oder nicht, beeindruckend waren die Sanddünen auf jeden Fall:

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Werbung fürs Fahrradfahren 🙂

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Auch die nächsten Tage verbrachten wir mit allen möglichen Küstenwanderungen, bei denen wir großteils die einzigen Leute waren. Hier ein paar Fotos aus den verschiedenen Nationalparks (wie gesagt, davon gibt’s in New South Wales echt viele!):

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Myall Lakes Nationalpark

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Mit Pelikanen!

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Das Sugar Loaf Lighthouse im Booti Booti Nationalpark...

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...mit durchaus vernünftigen Anweisungen!

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Im Dorrigo-Nationalpark war's ein bißchen neblig....

Abgesehen von Nationalparks mit Stränden hat New South Wales natürlich auch noch Städte mit Stränden zu bieten. Wenngleich viele dieser “reinen Strandstädte” im Winter relativ ausgestorben wirken (auch wenn es für Österreicher wohl eindeutig noch warm genug zum Baden wäre ;)), fühlt es sich hier doch ein bißchen “typisch australischer” an, sieht man doch selbst in dieser Jahreszeit noch sehr viele Surfer im Wasser (dieses Klischee stimmt also doch ;)). Besonders schräg fanden wir Byron Bay, eine Hippie-Surferstadt, wo plötzlich alle Dreadlocks haben und barfuß herumlaufen… und interessanterweise auch die Touristendichte plötzlich exponentiell zunimmt 😉 Man muss aber zugeben, dass sich die Küste dort wirklich sehen lassen kann:

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Aussicht vom Byron Bay Wanderweg...

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...mit Papageien! 🙂

Ganz so Happy-Hippie-mäßig sind die Behörden in Byron Bay aber leider nicht drauf, sodass wir fürs Parken auf der falschen Straßenseite gleich mal einen Strafzettel über “104 Dollar ONLY” (danke, liebe automatisierte Telefonstimme!) bekommen haben. Merke also: Ordnung muss auch in Hippietown sein, und in Australien darf man nur auf der Seite parken, auf der man fährt… Wieder was gelernt!

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Unser ganzer Stolz 🙂

Nach Byron Bay mussten wir zuerst mal zum Mechaniker, um eine Sicherung auszutauschen, da wir über unser Autoradio und den Zigarettenanzünder nichts mehr laden konnten und ohne Navi ein bißchen aufgeschmissen waren… (unser Glück mit unseren Autos geht also weiter ;)). Danach hatten wir aber trotzdem noch Zeit, um uns an unserem letzten Tag in NSW nochmal gscheit sportlich betätigen und machten uns auf, den Mount Warning (ein äußerst motivierender Name!) zu erklimmen. Kaum 10 Minuten nach Beginn der Wanderung sahen wir auch schon das da:

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...und das endet noch lange nicht dort, wo das Bild endet...

Wie uns von anderen Wanderern versichert wurde, war das aber eh nur eine Python und somit vollkommen ungefährlich… Wir ließen uns aber trotzdem nicht beirren und setzten unseren (teils wirklich steilen) Aufstieg fort, und wurden dann (ohne weitere Schlangen-zwischenfälle) auch mit einer wunderbaren Aussicht belohnt:

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Der Aufstieg (mit Hilfe)

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Die Belohnung 🙂

Tiercount:
2 x unverhoffte Wale
1 x ebenso unverhoffte Schlange (ungiftig)
1 x vorprogrammierte Koalas und 1 x vorprogrammierte Kängurus viiiiiiele Papageien
2 x Pelikane
mehrere Froschgesichter 😉
viiiiiiele Menschen Spezies “Hippie” und “Surfer”
Und 0 x tödliche Spinnen.

Die Fahrt geht weiter: Queenslands Städte und Küsten, oder: von viel Sand und noch mehr Tieren 🙂

Auch am nächsten Tag ließen wir – nachdem wir die Grenze nach Queensland, den ‘sunshine state’, überquert hatten – unserer Wanderlust freien lauf, und zwar im Lamington Nationalpark. Noch vor unserer ersten Wanderung entdeckten wir hier diese süßen kleinen Wallabies, womit der Tag eigentlich schon gerettet war:

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Die Wanderungen an den zwei Tagen zeigten wiedermal, dass es in Australien wesentlich grüner (und zumindest in diesen Höhen auch wesentlich kühler) ist, als man glaubt:

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Weiter ging’s nach Brisbane, nach Meinung vieler Reise- und Vorher-Schon-Bekanntschaften eine der schönsten Städte Australiens. Das können wir jetzt soweit auch bestätigen, vor allem hat die sehr saubere Stadt wie Wien ein Riesenrad (da haben wir natürlich fahren müssen ;)) und City Bikes. Was sich Wien noch abschauen könnte, ist der Stadtstrand (inklusive Rettungsschwimmer!), der am Flussufer hingebaut wurde 🙂

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Zum Beweis: Die Citybikes...

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...und das Riesenrad

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Alt und modern 🙂

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Eine vernünftige Stadt...

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Grünfläche mal anders...

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Und der extrem coole Citybeach (inklusive Skyline...)

Nach einer Portion “Zivilisationssushi” ging’s dann aber auch schon weiter Richtung Norden, um den – ebenfalls viel gerühmten – Australia Zoo anzuschauen. Und man muss sagen, die Gehege sind wirklich riesig und schön, sodass wir uns hier wirklich wohl gefühlt haben. Außerdem konnte Dani Kängurus UND Koalas streicheln, also was will man mehr?!

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Nicht anfassen!

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Das auch nicht!

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Echidnas alias Ameisenigel: Kann man anfassen, muss man aber nicht...

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Auch australisch, auch nicht anfassen: Kasuaris

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Auch australisch (anfassen optional): Wombats

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Nicht australisch, aber potenziell anpassbar: Lemuren (und das Bild war so süß, dass wir es trotzdem aufnehmen mussten...)

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Definitiv australisch, definitiv anfassbar (in Gefangenschaft): Die Koalas 🙂

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Sooooo süß die Viecher!

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Da schau! Ein Känguru!

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Und auch Didi war dabei 🙂

Die nächsten Tage ging’s langsam der Küste entlang weiter Richtung Norden und diese waren wieder ganz den Nationalparks gewidmet (auch Queensland hat davon den einen oder anderen…). Hier unsere Bilder aus Noosa Heads und dem Great Sandy Nationalpark (wenig überraschend mit viel Sand und Strand):

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Noosa Heads

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Rainbow Beach

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Wo der bloß den Namen herhat?!

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Carlos Sandblow

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Zum Schluss dieses Roadtrip-Abschnitts folgte dann nochmal ein Highlight, nämlich der Besuch von Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Besonders faszinierend fanden wir – neben den endlos langen Stränden – die Tatsache, dass hier, obwohl es als Untergrund nur Sand gibt, sogar ein Regenwald wächst?! Jedenfalls war dieser Ausflug das frühe Aufstehen definitiv wert 🙂

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Unser Allradbus 🙂

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Auch auf Fraser: Flugzeuge...

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...und Schiffe

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Auch hier gibt's bunten Sand...

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...und vor allem viel,...

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VIEL Strand!

Tiercount:
3 x wilde Wallabies
viele Kängurus (im Zoo, gilt aber, weil man sie streicheln kann)
1 x streichelbare Koalas, + viele, die zum Streicheln zu weit oben waren
viele giftige Schlangen und gefährliche Krokodile, aber alle hinter Glas
jede Menge anderes Zoogetier, darunter insbesondere (weil australisch) Ameisenigel, Wombats, Dingos und Kasuaris (der große Vogel)
0 x freilebende tödliche Spinnen

Die nächsten zwei Tage waren dann ganz der Planung gewidmet, denn wir wollten uns auf ins Outback machen, und dafür war dann doch ein bißchen Vorbereitung notwendig… Wie wir es dort fanden, welche Tiere wir dort gesehen haben und vor allem wie es unserem Auto dort so erging (Achtung Spoiler, bei der Ankündigung muss dann ja fast was passieren…) dann aber im nächsten Beitrag 🙂

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