Roadtrip, the real deal: 6000 Kilometer durchs Outback

Zunächst mal: Wir haben beim letzten Mal anscheinend vergessen, unser ganz wunderbares Koala-Sydney-Eye-Foto hochzuladen. Damit euch diese Fotokunst nicht entgeht, also hier bitte (Warnung: so schiach, dass es fast wehtut):

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Doch jetzt zurück zum Autofahren 😉

Von Rockhampton bis Alice Springs: Die ersten 2500 Kilometer (mit Startschwierigkeiten)

Nach unseren zwei Planungstagen wollten wir perfekt vorbereitet (Bier und Wasser sowie Konserven waren in Hülle und Fülle eingekauft) ins Abenteuer Outback aufbrechen – leider wurde uns aber noch auf dem Weg zum Vorratseinkauf ein Strich durch die Rechnung gemacht, als wir mitten auf dem Motorway plötzlich ein lautes Krachen hörten… Professionellst stellten wir fest, dass unser hinteres Seitenfenster wohl kaputt war (erkennbar daran, dass es komplett zersplittert war…), wahrscheinlich hatten wir einen Stein vom Gegenverkehr abbekommen 😦 Da dieser Tag ein Sonntag war, konnte wir vorerst nichts mehr tun als auf dem Rastplatz halt zu machen, unser Fenster äußerst fachmännisch zuzukleben und auf den nächsten Morgen zu warten…

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Ein Meisterwerk 😉

Den Montag verbrachte Dani dann am Telefon mit der Apollo-Hotline, eine wunderbare Erinnerung an Graz 😉 Die Hotline war aber leider nicht sehr organisiert und entschied sich etwa stündlich um, was mit uns und unserem Camper so passieren sollte… Am nächsten Morgen hatten wir dann aber doch endlich das Okay, mal aufzubrechen und unsere Scheibe dann auf halber Strecke richten zu lassen…

Mit einem Tag Verspätung ging es also endlich los, und wir waren von Anfang an einfach nur begeistert vom Outback… Leider ist es irgendwie schwierig, mit Worten zu vermitteln, was genau daran so faszinierend ist – die unglaubliche Weite, die vielen 20-Seelen-Dörfer, die als Tankstelle und Lebensmittelstation fungieren und wie eine Westernfilm-Kulisse wirken, die wunderbaren Sonnenuntergänge und der schier unglaublichen Sternenhimmel (Dani hat sogar ihre erste Sternschnuppe gesehen!) sind aber auf jeden Fall ein wichtiger Bestandteil dieser atemberaubenden Gegend! (Und jetzt fallen uns langsam keine Adjektive für “supertoll ” mehr ein ;)).

Hier mal zur besseren Veranschaulichung ein paar Fotos von unseren ersten Tagen. Faszinierend dabei ist, wie die Landschaft sich dann doch immer ein bißchen verändert, von grün über gelb zu rot… und dabei geht es iiiiiiiiimmer gerade aus 😉

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Zu den wunderbaren Sonnenuntergängen durfte natürlich auch das eine oder andere Bier nicht fehlen. Unsere Abende sahen also in etwa so aus:

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Bier,...

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...Campingstühle,...

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...und ein Sonnenuntergang 🙂

Außerdem konnten wir feststellen, dass sich die – ohnehin schon sehr stark ausgeprägte – Offenheit und Redseligkeit der Australier hier im Outback sogar noch zu verstärken scheint (wahrscheinlich weil sonst so wenig los is ;)), sodass wir in unzählige nette Gespräche mit unseren Campnachbarn und Tankwarten verwickelt wurden 😉

Was leider nicht so schön war, war die Tatsache, dass wir zwar viele Kängurus zu Gesicht bekamen, allerdings nur tot am Straßenrand 😦 Dieser Streckenabschnitt glich teilweise einem wahren Kängurufriedhof… Wer genau hinschaut kann auch auf manchen Fotos welche entdecken…) Zu Danis großer Freude sahen wir dann aber in Winton auch ein noch lebendiges, hüpfendes Exemplar 🙂
Außerdem sahen wir wirklich unglaublich viele Geier, Adler, Falken etc. Einen haben wir sogar erwischt:

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Zur Tierwelt zählen hier zudem auch Termiten; manche Gegenden sind regelrecht von Termitenhügeln übersät:

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Und auch den hier haben wir gesehen (wir wissen nicht, was es ist, aber es ist cool):

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Nach drei Tagen durch hauptsächlich Nichts landeten wir dann wieder “in der Zivilisation” (mit Handyempfang!), nämlich in der unglaublich staubigen Minenstadt Mount Isa. Hier sollte eigentlich auch unsere neue Scheibe eingebaut werden, allerdings hatte irgendwas nicht geklappt, weswegen wir stattdessen nur einen äußerst professionellen Plastikscheiben-Pfusch bekamen (aber hey, immerhin mussten wir in der Nacht keine Angst mehr vor Regen haben!).

Danach ging’s endlich weiter, schließlich lagen noch 1500 Kilometer bis zum Uluru vor uns… Es folgten: mehr unglaublich schönes Nichts, etwas weniger tote Kängurus, ein Sprung in der Windschutzscheibe (zum Glück kein großer, der gerichtet hätte werden müssen…) und eine halbe Stunde Zeitverschiebung, und schon waren wir im Northern Territory. Nach zwei Steven King-, einem Nick Hornby- und dem ersten Herr der Ringe-Hörbuch sowie einem kurzen Zwischenstopp in der zweiten “Outback-Metropole” Alice Springs (unser Bier war schon fast weg – so Sonnenuntergänge und Sternenhimmel sind dem Trinken irgendwie sehr zuträglich ;)) war es dann endlich soweit: Wir waren am Ziel angekommen!

King Canyon, Uluru und Kata Tjuta: Die Outback-Sehenswürdigkeiten, in nur 500 Kilometern!

Als erstes machten wir uns auf zum King Canyon, einer riesigen Schlucht, bei der wir eine beeindruckende vierstündige Wanderung gemacht haben – und wir waren WIRKLICH froh, dass wir im Winter bei angenehmen 25 Grad hier waren, da es hier in der Wüste im Sommer oft so heiß wird, dass diese Wanderung aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt wird, und da wäre uns wirklich was entgangen…Und uns war auch so schon mehr als warm genug 😉 Und die Nächte waren zu unserer eigenen Überraschung mit Schlafsack echt gut meisterbar und nach Neuseeland quasi ein Klacks 😉

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Am nächsten Tag stand dann endlich der berühmte Uluru (aka Ayers Rock) auf dem Programm… Trotz der Vorwarnung im Reiseführer verwechselten auch wir beim Hinfahren den Mount Conner der auf halber Strecke liegt, mit dem “eigentlichen ” Rock – aber jetzt mal ehrlich, aus der Ferne schauen die sich auch wirklich ähnlich, oder?

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Das Original...

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...und das Imitat (Mount Conner)

Als wir uns dann aber dem “richtigen” Uluru näherten, erkannten wir dann doch gewisse Unterschiede 😉

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Für den Uluru gilt unserer Meinung nach übrigens dasselbe wie fürs Outback – es ist schwer zu erklären, WAS daran so faszinierend ist, aber der “seriously big rock ” (Lonely Planet) ist einfach beeindruckend! Hier einige Bilder von unserer (auch seeeehr heißen) Wanderung rund um den Fels:

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Der Höhepunkt folgte dann aber am Abend, als wir uns (gemeinsam mit ein paar wenigen anderen Touris…) das “Spektakel Sonnenuntergang” gegeben haben… Für alle, die die Fotos nicht live auf Facebook gesehen haben (ja, es gibt fast nirgends im Outback Internet, aber mitten im Uluru-Nationalpark lustigerweise schon…), hier bitte:

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Whoop whoop, Tourifoto!

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Der Anfang,...

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...die Mitte...

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Am dritten Tag schließlich stand zunächst gaaaaaaaanz frühes Aufstehen auf dem Programm, denn wir wollten uns nun den Uluru auch noch bei Sonnenaufgang geben. Leider waren wir davon aber nicht ganz so begeistert wie vom Sonnenuntergang, aber es war das Aufstehen trotzdem wert.

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So schaut er also am Morgen aus!

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Perspektivische Kunst am Morgen 😉

Danach ging’s weiter zu Kata Tjuta auf dem Programm, eine Gruppe aus verschiedenen “perlenförmigen” Felsen. Auch hier haben wir (nachdem Didi sich mit einem Nickerchen von den Strapazen des frühen Aufstehens erholt hatte) eine wunderschöne Wanderung absolviert:

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Aaaaand back we go: Nur noch 3000 Kilometer bis zur Küste!

Nach diesen viel zu schnell vergangenen Tagen mussten wir leider auch schon wieder aufbrechen, schließlich hatten wir nur noch fünf Tage Zeit, um den Rückweg hinter uns zu bringen (und da man hier aufgrund der Tierwelt WIRKLICH NICHT bei Dunkelheit fahren sollte, ist das mit 3000 Kilometern Weg gar nicht so einfach…). Die Fahrt gestaltete sich dabei ähnlich wie der Hinweg, nur dass wir diesmal eigentlich nur Tolkien gehörbucht haben (den Herr der Ringe ganz, den Silmarillion mussten aufgrund akuter Einschlafgefahr abbrechen…). Außerdem haben wir auf einigen Rastplätzen wilde Dingos gesehen, was uns zwar vom draussen Kochen, aber zum Glück nicht vom draussen Sitzen abgehalten hat, sodass wir auch auf dem Rückweg wunderschöne Sonnenuntergänge und Sternenhimmel miterleben durften. Hier zum Abschluss noch ein paar Roadtrip-Impressionen:

Landschaft…

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Sehenswürdigkeiten…

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Devil's Marbles, ganz...

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...und a bißi kaputt...

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Historic sites 😉

Hinweisschilder…

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Äußerst präzise Längenangaben (mit den Roadtrains is aber auf jeden Fall wirklich nicht zu spaßen!)

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Jaaaaa, auch im Outback muss man für seinen Treibstoff zahlen (und zwar sogar sehr sehr sehr viel!)

uuuund mehr Sonnenuntergänge 🙂

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Am letzten Tag konnte Dani durch Bremsen eine zu enge Begegnung mit einem Känguru noch verhindern, sodass wir es – mal von unseren Scheiben abgesehen – unbeschadet wieder zurück in die Zivilisation geschafft haben. Ob es unserem Auto weiterhin gut geht (Achtung Spoiler!), und was wir zu Danis Geburtstag so gemacht haben, dann im nächsten Beitrag. Wir fliegen einstweilen mal nach Chile 😉

P. S. Ahja fast vergessen.

Tiercount :
Unglaublich viele tote und auch ein paar lebendige Kängurus (zu schnell zum Fotografieren)
Viiiiiiele Raubvögel (meistens auch zu schnell zum Fotografieren)
Termiten (Termitenhügeln = fotografierbar)
Wilde Dingos (zu feig zum Fotografieren)
Ein komisches stacheliges Tier
Autozustand (neue Kategorie):
1 x kaputtes Seitenfenster
1 x Sprung in der Windschutzscheibe

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