Von unten nach oben: Valparaiso, La Serena und San Pedro

Sooooo, ein bißerl simma jetzt schon in Chile, aber endlich gibt’s jetzt mal einen Beitrag. Als Wiedergutmachung gibt’s hier einen gratis Spanischkurs dazu 🙂 Deswegen nicht wundern, wenn ihr Wörter in kursiv nicht versteht, das is dann einfach nur español (der Didi als neuer Spanischexperte hilft euch gern mit Übersetzungen weiter falls nötig!).

Nach unserem laaaaangen vuelo von Neuseeland über Australien nach Chile gönnten wir uns vollkommen erledigt erstmal ein Taxi, um zu unserem hostal zu kommen. Das Taxi konnte man zum Glück mit Kreditkarte zahlen, denn es war in Santiago überraschend schwierig, irgendwo einen Bankomaten zu finden (auch am Flughafen gibt’s sowas leider nicht!). “Zum Glück” war unsere habitación aber eh noch nicht fertig; somit hatte wir genug Zeit, um zumindest Bargeld für die Übernachtung zu organisieren (statt die gschmeidigen 8% Aufschlag für die Verwendung einer ausländischen Kreditkarte zu zahlen) – und wurden dann nach langem Suchen und Fragen schließlich ausgerechnet in einer U-Bahn-Station fündig…

Den restlichen Tag haben wir verschlafen, und anschließend cerveza getrunken – und so wie unser erster Facebook-Post angefangen hat:

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hat unser Abend dann – gemeinsam mit einer Gruppe US-amerikanischer Englischlehrer dann auch geendet: mit MUCHO Bier.

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Jetzt endlich wieder verfügbar: die praktische 1-Liter-Flasche!

Obwohl wir also nur eine noche in Santiago verbracht haben, haben wir das Nachtleben dort gut kennengelernt 😉 Das Aufstehen am nächsten Morgen war dementsprechend difícil, musste aber sein, denn am nächsten Tag startete schon Didis curso de español in Valparaiso.

Während Didi also wieder die Schulbank gedrückt hat, hat Dani ihre Zeit mit Schlafen, Lesen und viiiiiiel Quatschen mit den sehr netten “workaway”-Freiwilligen im hostal verbracht – und für Didi ging die clase de español auch am Nachmittag weiter, da alle fröhlich auf Spanisch auf ihn eingeredet haben, bis ihm der cabeza rauchte 😉

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Heutige Hausaufgabe: Schreib eine Geschichte zu den Bildern!

Die ersten Nachmittage haben wir es aber trotz Didis Erschöpfung noch geschafft, uns Valparaiso ein bißchen anzuschauen – vor allem in den vielen künstlerischen cerros mit all ihren bunten Häusern und Graffitis (Sophie, hier gibt es sogar mehr als in Gent!) ist diese Stadt wirklich beeindruckend. Hier ein paar fotos von unseren Streifzügen:

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Valparaiso bei Nacht...

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Vor unserem Hostel (man beachte den kleinen natürlichen Wasserfall ;))

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Mülltrennung auf Chilenisch 😉

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Ordnung muss sein!

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Ausblick von Nerudas Haus (der wusste auch, wo wohnen...)

Die letzten paar días wurde Valparaiso dann aber von einem ziemlichen Unwetter und Überschwemmungen heimgesucht, sodass wir das Sightseeing gegen gemütliche Film- und Spielnachmittage eingetauscht haben. Zudem gab es auch einige musikalische Einlagen mit Geige, Gitarre und wahlweise spanischem oder portugiesischem canto… also *irgendwie* hat uns das schlechte Wetter dann auch gar nicht so gestört 😉

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Gratiskonzert 🙂

Da Didi nach dem Ende seines curso de español unbedingt noch weiterlernen wollten, haben wir am Samstag dann gleich noch einen Kochkurs angeschlossen – mit extrem viel leckeren Empanadas, Pastel de Choclo (Maisauflauf) und vor allem viiiiel vino und Pisco Sour ließen wir es uns wirklich gut gehen!

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Wichtig: Gute Köche müssen auch entsprechend gekleidet sein!

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Vorbereitung der Empanadas 🙂

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Und fertig!

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Salud!

Der Abschied von Valparaiso fiel uns dann – nicht zuletzt wegen des sehr netten Abschiedsessens am letzten Abend – wirklich nicht leicht, aber schließlich wollte auch der Rest Chiles noch erkundet werden 🙂

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Die Hostelcrew 🙂

Somit ging’s mit dem autobús Richtung Norden, und zwar in das nette und – wie der Name schon nahelegt – sehr ruhige La Serena. Hier verbrachten wir unsere días mit Spaziergängen zur playa und ähm ja, weihnachtlicher Besinnung?! Nicht ganz jahreszeitengerecht hing hier nämlich lauter navidad-Schmuck am Hauptplatz herum?!

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Jede Stadt braucht ihr Wahrzeichen. In La Serena: ein Leuchtturm!

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Es weihnachtet sehr!

Außerdem machten wir einen Ausflug ins Valle del Elqui, einer (in Chile) bekannten Weinbaugegend, wo wir es geschafft haben, einen der fünf Regentage im Jahr zu erwischen – der Pisco in der Pisquera, die wir dort besucht haben, hat aber auch bei Regen gut geschmeckt 😉

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Valle del Elqui: mit Bergen,...

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...mehr Grafittis...

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Da is er drin, der Pisco!

Das große Highlight kam aber an unserem letzten Tag in La Serena, als das Wetter schließlich doch noch mitspielte und wir Pinguine schauen gehen konnten – und im Gegensatz zu Neuseeland bekamen wir dieses Mal sogar tatsächlich einige pinguinos zu Gesicht (und konnten sie auch auf Foto bannen!):

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Na, welche Pinguinart kommt hier wohl vor? 😉

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Wuhuuuuuu, unser erster Livepinguin!!!

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Noch ein Suchbild!

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Überhaupt war der Nationalpark sehr nett 😉

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Passt nicht zusammen, ist aber so: Pinguine und Kakteen!

Anschließend folgte eine laaaange Busreise rauf in die desierto de Atacama, wobei wir lustigerweise eine Familie aus Oberösterreich kennengelernt haben – erst die dritten austríacos, die uns bis jetzt begegnet sind!
In San Pedro de Atacama konnten wir uns dann endlich nicht mehr über das Wetter beschweren, hier war es nämlich einfach nur HEISS (MUY CALIENTE!) (gehört sich ja auch so in der angeblich trockensten Wüste der Welt ;)). In diesem Minidorf, das im Grunde nur vom Tourismus lebt, ist es angesichts des schier unglaublichen Angebots wirklich fast schon schwer, keine Tour zu buchen…
Und so begaben auch wir uns am nächsten Tag gleich mal auf die erste excursión, nämlich in das Valle de la Muerte und das Valle de la Luna (ersteres – das Todestal – heißt aber zumindest laut unserem Guide nicht wegen der vielen verunglückten Touristen so ;)). Besonders der Sonnenuntergang im Mondtal hat uns auf jeden Fall sehr beeindruckt – hier algunos imágenes aus den beiden Tälern:

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Schaut gar nicht so tödlich aus: das Valle de la Muerte

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Angeblich zu sehen: drei Schwestern

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Das haben wir auch erkannt: eine Schildkröte

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Auch nett: das Valle de la Luna

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Am nächsten Tag mussten wir dann feststellen, dass auch Sonnenschein kein Ausflugsgarant ist, denn wegen des starken viento konnten wir weder Trekking untertags noch Sterneschauen am Abend veranstalten…

Der Pausetag war aber im Nachhinein gesehen auch ganz gut so – am nächsten Tag hatten wir uns nämlich die Besteigung des Cerro Toco vorgenommen, dessen Gipfel dann doch auf beachtlichen 5616 Metern liegt. Und in der Höhe kann man wirklich all seine Energiereserven gut brauchen!!! Nach unserem Start auf 5100 m bewegten wir uns im Schneckentempo und mit viiiielen Pausen, aufgrund des Sauerstoffmangels aber trotzdem schwer keuchend auf den Gipfel zu. Erschwerend kam sehr starker viento hinzu, der die gefühlte Temperatur (laut unserem Guide) auf frostige -20 Grad sinken ließ (aus diesem Grund gibt’s übrigens auch keine Fotos von der Aktion – irgendwie hielt sich unsere Lust, die Handschuhe fürs Fotografieren auszuziehen, dann doch in Grenzen ;)).
Nach gut einer Stunde und bereits 300 m Höhenunterschied mussten wir das Ganze aber leider abbrechen – der heftige Wind, der es zu dem Zeitpunkt fast unmöglich machte, sich auf den Beinen zu halten, machte uns schließlich einen Strich durch die Rechnung. Wenngleich die aufmunternden Worte unseres Guides, wir hätten uns für die Verhältnisse wirklich gut geschlagen, nur ein schwacher Trost waren, war es trotzdem ein sehr interessantes Erlebnis, und wer weiß, vielleicht versuchen wir einen derartigen Aufstieg ja bei besseren Bedingungen mal wieder…

Am letzten día in San Pedro hat es finalmente auch mit dem Sterneschauen (aufgrund der Einsamkeit San Pedros ist der Sternenhimmel hier besonders klar) noch geklappt, sodass wir durch ein Teleskop unter anderem Sternenebel, die Milchstraße und den Saturn sehen konnten 🙂 Von letzterem gibt’s sogar ein leicht unscharfes foto. Aber wir schwören, dass es der Saturn ist!

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Tja, und damit war unsere Zeit en Chile fürs erste auch schon vorbei, am nächsten Tag ging’s nämlich via autobús über die frontera nach Argentina. Das dann aber la próxima vez!</em

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