Zum Schluss ein Schnelldurchlauf: Nicht-mehr-ganz Südamerika, Fast-USA und Schon-EU

Nachdem wir Südamerika hinter uns gelassen hatten, begann auch schon der letzte Monat unserer Reise – kaum zu glauben, dass das Jahr wirklich so schnell vergangen sein soll!!!

In diesem letzten Monat haben wir auch nochmal so richtig Gas gegeben (nicht so ganz freiwillig, aber so waren die Flugverbindungen am billigsten ;)) und in drei Wochen drei Länder besucht 🙂

Zwischenstopp in Panama

Da unser Boot aus Cartagena nunmal in Panama landete, nahmen wir spontan auch dieses Land auf unsere Reiseliste. Aus dem panamesischen Dschungel ging’s für unseren Reisetrupp mit dem Jeep nach Panama City. Bei der Fahrt auf der EXTREM kurvigen Straße, die sich wie ein Ritt auf der Achterbahn anfühlte, wurde mir erst mal gewaltig schlecht, sodass ich echt froh war, dass ich noch Tabletten gegen Seekrankheit dabei hatte. Doch kaum wirkten die Tabletten und ich war fast am Einschlafen, da machte der Jeep für über eine Stunde halt – Polizeikontrolle des gesamten Gepäcks stand an. Da Frauen anscheinend besonders gerne als Drogen-Schmuglerinnen (oder vielleicht einfach nur, weil ich so gefährlich aussehe?!) musste ich sogar hinter einen Vorhang, um mich dort auch noch einer Leibesvisitation zu unterziehen… Auch mal ein Erlebnis 😉

Nachdem bei unserer Tourigruppe doch tatsächlich keine Drogen gefunden wurden (ich frag mich ja immer, ob tatsächlich manche Touris so dämlich sind, zwischen solchen Ländern Drogen transportieren zu wollen?!) ging’s weiter nach Panama City. Hier waren wir erst mal komplett erschlagen von den vielen Wolkenkratzern (unsere letzte Stadt mit wirklichen Hochhäusern war wohl Sydney…). Auch sonst fühlte sich diese Stadt schon sehr amerikanisch an, irgendwie überraschend nach so viel Südamerika 😉

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Well hellooooooo Wolkenkratzer...

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...und funktionierende Busse!

Da wir am ersten Tag hier fast nur geschlafen hatten (der Landgang hat uns am ersten Tag noch ziemlich zu schaffen gemacht), blieb uns letzten Endes nur ein Tag zur Besichtigung, weswegen wir das wahrscheinlich touristische Transportmittel unserer kompletten Weltreise schnappten und mit einem Hop-on-hop-off-Bus durch Panama düsten 😉

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Touri-Didi im Touri-Bus 🙂

Als erstes stand natürlich der Panamakanal auf dem Programm, wo wir gleich mal zufällig unseren halben Bootstrupp wiedertrafen und einige spannende Dinge über den Kanal lernten – unter anderem, wer wann den Pazifik entdeckt hat (wir sind uns bis dato nicht sicher, ob die Entdeckung eines WELTMEERS wirklich Sinn ergibt, oder ob den nicht vielleicht andere Leute vor dem 15. Jahrhundert schonmal gesehen hatten… aber gut…). Leider fuhr, als wir dort waren, gerade kein Schiff durch die Schleusen, aber die Dimensionen waren auch so schon beeindruckend…

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Vasco Nuñez de Balboa, der berühmte Entdecker des Pazifik 😉

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Simulation einer Containerschiff-Fahrt... vui spannend und so 🙂

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Diese hübschen Loks ziehen dann die Schiffe durch die Schleusen 🙂

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Und das sind also die berühmten Schleusen 🙂

Anschließend begaben wir uns an eine – laut unserem Reiseführer – schöne Strandpromenade, wo es allerdings außer einer Steuer-Freizone und einem Hafenumbau absolut nicht zu sehen gab… als Ausgleich war es aber unerträglich heiß und kein Schatten in Sicht 😉
Das spannendste hier waren auch schon die lustige Straßenschilder:

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Natürlich, daß logische Tier für ein "Achtung, Wildwechsel"-Schild is eindeutig ein Waschbär?! 😉

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Und außerdem: Achtung vor durchtrainierten Joggern?!

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Außerdem sah man von hier auch die Amerika-Brücke, auch nett 😉

So waren wir denn auch ganz froh, als uns der Bus wieder abholte und dort endlich auch die letzten beiden Leute von unserer Bootsreise wiedertrafen 😉 Den Abschluss des Tages bildete ein Spaziergang durch die sehr nette Altstadt von Panama, wo man einen schönen Kontrast aus alten Häusern und einem Blick auf die sehr moderne Skyline Panamas hat 🙂

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Das moderne Bio-Museum von Frank Gehry (der vom Guggenheim-Museum ;))

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Eher älter: die ehemalige Kathedrale

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Christbaum 🙂


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Zum Abschluss: ein Panama-Bier 🙂

Puerto Rico: Eine Woche in den Fast-USA

Am nächsten Morgen hieß es für uns wiedermal früh aufstehen, um unseren Flieger nach Puerto Rico zu erwischen. Wenig überraschend war unser Zwischenstopp in Miami etwas mühsam, da wir hier unser Gepäck holen und die amerikanische Immigration hinter uns bringen mussten… Lustig war dafür “unser” Grenzbeamter, der auf unsere Antwort hinsichtlich unseres Aufenthaltsortes (San Juan) ganz erstaunt fragte, wo das denn sei, und dann nach der Aufklärung meinte “Oh, I thought you were staying in the real US” (stimmt ja schon,dass Puerto Rico keiner der Staaten is, aber ein bißerl dazugehören tun sie ja trotzdem und die Grenzkontrollen muss man immerhin auch in den “real USA” hinter sich bringen ;)).

San Juan selbst hat uns sehr gut gefallen, auch wenn wir seit unserem ersten Supermarkteinkauf hier wissen, warum die Leute hier doch wieder überdurchschnittlich häufig übergewichtig sind – während die Tomaten im Supermarkt für sechs Stück 10 Dollar kosten, gibt’s das Burgerking-Menü um 5… Überhaupt sind die Preise hier langsam schon fast wieder europäisch, was vielleicht eh gut so ist, damit wir uns nach und nach wieder an züchten Hause gewöhnen 😉 Außerdem war es etwas überraschend, dass wir selbst mitten in der Stadt San Juan, in der es in unserer unmittelbaren Nachbarschaft auch jede Menge Wolkenkratzer und Hotelbunker gab, doch jeden Morgen Hähne krähen hörten… das is dann wohl der karibische Einfluss 😉

Während unserer drei Tage in San Juan erkundeten wir den Strand vor unserer Unterkunft (wirklich nicht übel für einen Stadt-Strand), sahen uns einen ganzen Tag lang die Altstadt an und besichtigten auch die Bacardi-Fabrik (natürlich inklusive Cocktails ;)). Außerdem “mussten” wir natürlich auch jene Bar besuchen, in der angeblich der Piña Colada erfunden wurde.. ob das tatsächlich stimmt, wissen wir eigentlich nicht, aber gut war er auf jeden Fall 😉

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Auch in San Juan gibt's Piratenschiffe 🙂

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Altstadt von San Juan

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Eingang zur Festung: gut bewacht! 🙂

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Die Aussicht von hier ist aber auch bewachenswert 😉

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Jap, das is die Bacardi-Fabrik!

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Dani, eine Cocktail-Studie: Bacardi Sunset, ...

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...roter Sangria,...

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...und natürlich der one und only originale Piña Colada!

Für die nächsten – und letzten Tage – auf Puerto Rico hatten wir uns ein Auto gemietet, da es mit dem öffentlichen Verkehrsnetz auf der Insel leider nicht so weit her is… Dafür ist Autofahren umso lustiger, weil der Benzin mit 0,59 Dollarcent pro Liter wirklich spottbillig ist!  Als Ausgleich (oder wegen der fehlenden Steuereinnahmen…) sind dafür die Straßen auch in leicht Suboptimalem Standard, was man beispielsweise an den riiiiiesen Schlaglöchern auf der Autobahn (!) feststellen kann! 😉

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Unser erstes Ausflugsziel: der Nationalpark Yunque - endlich wieder Mal Regenwald 😉

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Nicht schlecht, die Aussicht! 😉

Unser erster Übernachtungsort, Aguadilla im Westen, war leider nicht sooooo supi – an dem angeblichen Surfort sahen wir keinen einzigen Surfer, dafür aber jede Menge offensichtlich drogenabhängige Leute… Dementsprechend saß auch der Verkäufer in der Tankstelle – dem einzigen Ort im Dorf, wo man Milch und Brot fürs Frühstück kaufen konnte – hinter Sicherheitsglas – auch mal ein Einkaufserlebnis 😉 In Ermangelung einer Küche mussten wir hier außerdem auch essen gehen, wo wir dann gelernt haben, dass “typisch puertorikanisch” anscheinend hauptsächlich bedeutet, dass man egal was (hauptsächlich Hühnchen) frittiert – zumindest war das Essen aber sättigend 😉

Außerdem verbrachten wir untertags einen netten Tag an einem Strand ein bißchen außerhalb von Aguadilla (diesmal ganz ohne Drogenjunkies) und sahen uns am Abend im Kino noch Mockingjay an – wobei es vor lauter Gequatsche der Leute im Kino manchmal fast schon schwierig war, etwas vom Film mitzubekommen. Außerdem hatten die Kinoangestellten anscheinend auch noch vergessen, zu Beginn des Films den Lichtschalter zu betätigen, sodass wir für die erste Hälfte des Films unsere Kinokollegen nicht nur hörten, sondern dank angeschalten Lichts auch noch sahen 😉

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Das netteste auf der Strecke nach Aguadilla: die Könige (heilige, drei) an der Straße 😉

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Und ahja, überraschend grün is es hier 🙂

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Das beste am Essen: das Bier. Und Blue Moon is nicht mal besonders gut 😉

Sehr viel besser hat uns unser zweiter Stopp Guanica im Süden der Insel gefallen. Schon am weg dorthin waren wir an einer wunderschönen Badebucht vorbeigekommen (die kurioserweise Bahia Sucia, also dreckige Bucht heißt…).

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Baden in der Bahia Sucia

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Mit Leuchtturm! 🙂

Und auch der Ort selbst war sehr nett, direkt im Dry Forest gelegen (der sich seinen Namen laut unseren Gastgebern hauptsächlich dadurch verdient, dass es eben kein Regenwald ist – für uns also auf gut deutsch einfach ein stinknormaler Wald ;)), wo wir zwei nette Wanderungen machten und uns ansonsten die Sonne am Strand auf die Bäuche scheinen ließen. Unsere sehr nette Gastgeber Rosanna und Walter hatten außerdem einen voll angenehmen Pool, den wir in den Abendstunden auch noch genutzt haben – wie haben also wirklich zwei sehr angenehme und entspannende Tage hier verbracht 🙂 Zum Abschied bekam Didi von Starwars-Fan Walter dann auch noch eine kleine R2D2-Action Figure (das is GANZ WAS ANDERES als eine Spielzeugfigur, wie ich gelernt habe…) geschenkt, sodass für ihn der Aufenthalt kaum besser laufen hätte können 😉

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Wanderung im Wald (die Aussicht is zugegebenermaßen anders als bei uns ;))

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Der Strand bei Guanica - mit Nadelbaum!

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Didi mit original Spielzeug-Raumschiff 😉

Unsere letzte Station: Zurück in der Schon-EU

Und dann war es auch schon so weit… Obwohl wir es selbst kaum glauben konnten, ging es vor einer Woche schließlich auf zu unserer letzten “echten” Station auf der Reise, und zwar nach Guadeloupe. Und da diese Insel in der Karibik ja zu Frankreich gehört, befinden wir uns seitdem technisch gesehen auch schon wieder in der EU!

Der Weg zurück in die EU war allerdings auch nicht ganz so einfach… Wir hatten online ja schon gelesen, dass LIAT nicht so die supidupi Fluglinie sein soll, aber da sie dich um immerhin 400 billiger waren als American Airlines, beschlossen wir, dieses Risiko einzugehen… Der erste Flug von Puerto Rico nach Antigua lief auch noch gut, dort mussten wir dann – zusätzlich zu den eh schon drei Stunden geplanter Umstiegszeit noch zusätzliche drei Stunden warten, bis unser Flieger auch tatsächlich abhob – wobei die Anzeige am Gate immer brav “on time” anzeigte, da einfach die Abflugzeit auf eine spätere geändert worden war – ein genialer Trick 😉 Aber immerhin gab’s vor allem auf dem ersten Flug in der kleinen Propellermaschine eine echt gute Aussicht 🙂

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Unser überhaupt nicht verspäteter Abflug - R2D2 nahm's mit Gelassenheit 😉

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Wir waren ja schließlich auch on time! 😉

Zum Glück war Die Angestellte bei unserem Autovermieter so lieb, extra eine Stunde nach “Ladenschluss” noch auf uns und unseren Flieger zu warten, sodass wir doch tatsächlich noch unseren Mietwagen abholen konnten und dann Mitternacht in unserer Unterkunft ankamen 🙂

Seitdem genießen wir unsere Tage hier, essen gutes Essen (endlich wieder gescheiter Käse!!!), trinken importiertes Bier und Einheimischen Punsch, liegen am Pool bzw. Strand herum und faulenzen in der Hängematte 😉

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Importiertes Bier (und zugegebenermaßen auch nicht sehr einheimisches Essen ;))

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Rum mit Saft = guadeloupischer Punsch 😉

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Hängematte mit Aussicht 🙂

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Didi auf seiner gar nicht zu kleinen Liege 😉

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Le pool 🙂

Ein bißchen was angeschaut haben wir uns aber natürlich auch. So
waren wir in der berühmten und wirklich wunderschönen Jacques Cousteau-Reserve noch ein letztes Mal tauchen, wobei wir diesmal weder von Strömungen, noch von Luftproblemen zu berichten haben, sondern beide Tauchgänge einfach nur schön und unglaublich gemütlich waren 🙂

Gestern ging’s für uns außerdem noch auf La Soufrière, einem Vulkan auf der Insel, der seinem Namen mit kräftigem Schwefel-Gestank alle Ehre macht 😉 So supidupi war die Aussicht aufgrund des dichten Nebels leider nicht, aber die Wanderung war trotzdem sehr nett 🙂

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Ziemlich grün hier!

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Gipfelstürmer 😉

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Die Sicht war wegen Nebel LEICHT eingeschränkt 😉

Am Abend stand dann noch Fern-Blue Christmas-Feiern (eine Linzer Tradition, bei der man sich am 23. schon betrinkt, wahrscheinlich um Weihnachten besser auszuhalten oder so?!) via Skype an, wozu wir auch weihnachtlich gegrillt haben 😉

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Tja, und Weihnachten verbringen wir heute am Strand und einem Abendessen mit unseren Ferienwohnungs-Vermietern, bevor morgen dann der letzte Tag vor unserer Heimreise per Schiff gekommen ist! Ein bißchen traurig sind wir schon, aber wir freuen uns schon auf die Überfahrt und dann natürlich auf viele viele Wiedersehensfreuden!

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In diesem Sinne frohe Weihnachten, ein gutes neues Jahr (da sind wir irgendwo auf dem Ozean, also wohl eher nicht erreichbar ;)) und bis bald!

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